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08.09.2017

Demenztag in Neunkirchen

„Wir profitieren von einem tragfähigen Netzwerk“

Demeztag

Bürgermeister Bernhard Baumann und Seniorenberaterin Bettina-Großhaus-Lutz stellten jetzt im Rathaus das Programm zum Informationstag über Demenz im Rathaus vor.

Im Rahmen des Weltalzheimertags veranstaltet die Gemeinde Neunkirchen am 14. September ab 13.00 Uhr erstmals einen Demenztag. Das Angebot im Otto-Reiffenrath-Haus richtet sich an Betroffene und deren Angehörige, ist aber auch als präventive Infor¬mations- und Beratungsmöglichkeit für alle Interessierten gedacht.

Der demografische Wandel führt dazu, dass die Bevölkerung immer älter wird. Zugleich wächst mit jedem Lebensjahr die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken. Es sei damit zu rechnen, dass in Deutschland im Jahre 2030 etwa 2,5 Millionen Menschen mit einer Demenz leben, schilderte Neunkirchens Bürgermeister Bernhard Baumann. Ein Angebot wie die Veranstaltung „Mit dem Demenz in Neunkirchen gut versorgt leben“ ergänze das Maßnahmenangebot, dass die „Gesundheitsregion Neunkirchen“ für ihre Bürgerinnen und Bürger, aber auch die der Nachbarkommunen vorhalte.

Entsprechend umfangreich ist die Liste an Vereinen, Organisationen und Einrichtungen, die an dem Aktionstag mitwirken. Mehr als 20 Teilnehmer haben sich angekündigt. Sie bieten Hilfe ganz unterschiedlicher Art an. Alle aber haben sie das Ziel, die Be¬troffenen dabei zu unterstützen, trotz einer Demenzerkrankung das soziale Leben aufrechterhalten zu können.

Seniorenberaterin Bettina Großhaus-Lutz, die in ihrem Beruf Tag für Tag mit Menschen tun hat, die von dem Krankheitsbild ereilt werden, weiß um die Hilflosigkeit, der sich die Betroffenen zunächst gegenüber sehen: „Es ist ein langer und schwerer Weg. Unter der Last der Krankheit können sich langjährige und vor allem gut funktionierende Partnerschaften plötzlich ins Gegenteil verkehren.“

Von daher sei eine kompetente Versorgung mit guten Unterstützungsmöglichkeiten fundamental, um die Herausforderung Demenz zu bewältigen. Einer der wichtigsten Punkte dabei: „Die Angehörigen müssen lernen Aufgaben abzugeben und Unterstützung anzunehmen.“ Die Inanspruchnahme des DRK-Fahrdienstes oder des Mahlzeitendienstes etwa, habe einen großen Effekt, weiß Großhaus-Lutz.

Zum Durchatmen reichen den Angehörigen manchmal schon wenige Stunden. Das wissen die Aktiven der Gruppe Lebensfreude und bieten seit nunmehr 25 Jahren jeden Dienstag eine 1:1 Betreuungsmöglichkeit für demenzkranke Personen an. Darüber hinaus soll es in Neunkirchen künftig die Option geben, betroffene Menschen in eine der beiden örtlichen Tagespflege-Einrichtungen zu bringen, die einen wichtigen Baustein im Gesamtversorgungssystem bilden.

Neben den Organisationen aus der Großgemeinde – dazu zählen auch der VdK, der bei rechtlichen Problemen berät oder Renate Rokitta, die vor Ort ein Gedächtnistraining anbietet – sind beim Demenztag auch kreisweite Dienste vertreten.

Das Angebot wird von zwei Fachvorträgen ergänzt: Um 15.00 referiert Birgit Braun vom Demenz-Servicezentrum über das gesamte Spektrum von der Betreuungsgruppe bis zur Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz, das den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zur Verfügung steht. Torsten Jentsch von der Audi BKK aus Neunkirchen gibt ab 16 Uhr einen allgemeinen Überblick über die vielfältigen Leistungen der Pflegeversicherung sowie zu den Änderungen durch das Pflegestärkungsgesetz II.

„Wir wollen zeigen, dass die Menschen in Neunkirchen von einem tragfähigen Netzwerk profitieren können“, fasst Bürgermeister Baumann zusammen. Die Krankheit lasse sich zwar nicht verhindern, ihr Verlauf aber mit der Bereitschaft, Neues zu lernen und neugierig zu bleiben herauszögern. „Durch neue Erlebnisse werden die Gehirnregionen neu vernetzt“, weiß Bettina Großhaus-Lutz.

Mehr dazu erfahren die Besucher beim Demenztag „Mit Demenz in Neunkirchen gut versorgt leben“, am 14. September von 13.00 bis 18.00 Uhr im Otto-Reiffenrath-Haus. Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei!

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