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25.01.2018

Vorbeugen ist besser als Nachsorgen

Kurs zur Sturzprophylaxe startet Anfang März

Sturzprophylaxe

Scheu ist unnötig – der Sturzprophylaxe-Kurs kann die Teilnehmer vor Schlimmerem bewahren, darüber sind sich Ulf Marxmeier, Seniorenberaterin Bettina Großhaus-Lutz und die Kursleiterin Elisabeth Schreiber sicher.

„Nicht selten ist ein Sturz der Beginn einer Leidensgeschichte, die schließlich in der Pflegebedürftigkeit endet.“ Bettina Großhaus-Lutz weiß, wovon sie redet. Die Seniorenberaterin der Gemeinde Neunkirchen hat immer wieder mit Menschen zu tun, die aufgrund eines Sturzes massive Verletzungen oder sogar Brüche erlitten haben und daher ans Pflegebett gefesselt sind. Nicht immer läuft die Genesung reibungslos. Nicht immer gelingt der Weg zurück in den Alltag.

„Vielen Menschen ist es wichtig, selbstbestimmt zu Hause alt werden“ erklärt Großhaus-Lutz, „ein Kurs zur Sturzprophylaxe kann dabei entscheidende Vorteile bringen.“ Schon mehrfach wurde die Seniorenberaterin in der Senioren-Service-Stelle auf einen solchen Kurs angesprochen. Ab dem 7. März wird nun ein entsprechendes Training in der Physiotherapie-Praxis von Ulf Marxmeier angeboten.

Da die Sturz-Ursachen vielfältig sind, geht es in erster Linie um die Förderung des Körperbewusstseins: „Der Kurs beinhaltet Übungen, die Kraft, Gleichgewicht, Reaktionsfähigkeit und Koordination stärken sollen, so dass Stürze von vorneherein vermieden werden können“, erklärt die Kursleiterin Elisabeth Schreiber. Bereits während ihrer Ausbildung hat Schreiber häufig mit Neuro- und Parkinsonpatienten gearbeitet. „Das Thema Sturz hat mich von daher immer begleitet.“

Schreiber weiß, dass die Kräfte mit den Jahren schwinden, dass die Angst vor einem möglichen Sturz für Unsicherheit sorgt. Und diese Unsicherheit erhöht die Gefahr, dass es schließlich wirklich zu einem Sturz kommt. „Genau an dieser Stelle muss man ansetzen, weiß die Physiotherapeutin. Und sie weiß auch, dass es Möglichkeiten gibt, diesen Sturz zu vermeiden.

„Wir machen viele Übungen für ein gutes Gleichgewicht und ein verbessertes Körpergefühl“, erläutert die Kursleiterin. Die Kräftigung von Rumpf und Beinen steht im Vordergrund. Auch Senioren, die sich einer Hüft- oder Kniegelenks-Operation unterzogen haben, können den sicheren Stand und Gang wieder erlernen. Außerdem sollen sicheres Ausweichen und Steigen trainiert werden. „In der Gruppe und im Rahmen von Partner-Arbeit macht ein solches Training viel mehr Spaß“, sind sich Ulf Marxmeier, Elisabeth Schreiber und Bettina Großhaus-Lutz sicher. Und einig sind sie sich auch, dass das Thema Sturz im Alter nicht erst in der Nachsorge zum Thema werden sollte.

Großhaus-Lutz wird das Kursprogramm in den nächsten Wochen in den Seniorenrunden der Gemeinde vorstellen. Vom 7. März bis zum 25. April, findet der Sturzprophylaxe-Kurs immer mittwochs von 14 bis 15 Uhr statt. Teilnehmen kann jeder, der sich im Raum frei bewegen und frei stehen kann. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen beschränkt.

Die Kurskosten liegen bei 90 Euro, wobei der zertifizierte Kurs mit 80 Prozent von der Krankenkasse bezuschusst werden kann.

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