Hilfsnavigation

Hauptnavigation

Inhalt

Publikationen

Die Gleichstellungsbeauftragte gibt im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit Informationsbroschüren zu verschiedenen gleichstellungsrelevanten Themen heraus.

Die Publikationen erhalten Sie im Bürgerbüro. Einzelexemplare können Sie gerne telefonisch bestellen.

Derzeit erhältliche Broschüren:

  

MINIJOB "Da ist mehr für Sie drin"

"Habe ich Kündigungsschutz? Steht mir Erholungsurlaub zu? Erhalte ich im Krankheitsfall den Lohn weitergezahlt? Welche Rechte habe ich bei einer Schwangerschaft? Wie sieht es mit Steuern und Sozialabgaben aus?"
Das sind nur einige der Fragen, die immer wieder in Zusammenhang mit Mini- oder 400-Euro-Jobs gestellt werden", so die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Siegen-Wittgenstein. "Darum haben wir uns entschlossen, erneut eine Infobroschüre herauszugeben, die Antworten auf Fragen rund um das Thema der geringfügigen Beschäftigung gibt."
 
Die Broschüre "MINIJOB - Da ist MEHR für Sie drin" klärt nicht nur über Rechte und Pflichten von geringfügig Beschäftigten auf, sondern enthält auch Adressen zahlreicher Institutionen, die weitere Informationen zu Mini-Jobs bereithalten.  
 
In Deutschland gibt es derzeit mehr als 7 Millionen Arbeitsverhältnisse auf 400-Euro-Basis. Vorwiegend sind es Frauen, die in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis arbeiten.
 Als Gleichstellungsbeauftragte favorisieren wir sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, mit denen die Menschen ihre eigene Existenz sichern können. Das ist mit einem Minijob nicht möglich. Für manche stellt der 400 Euro-Job aber auch ein Sprungbrett für eine spätere Vollzeitbeschäftigung dar. In jedem Fall halten wir es für wichtig, dass diejenigen, die einen Mini-Job haben, gut über ihre Rechte und Pflichten informiert sind.
 
Die Broschüre "MINIJOB "Da ist MEHR für Sie drin!" ist kostenlos erhältlich und liegt im Rathaus und Bürgerbüro der Gemeinde Neunkirchen zum Mitnehmen aus.

 

Trennung, Scheidung - was nun?

"Trennung, Scheidung - was nun?" Diese Frage möchte ich als Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Neunkirchen gemeinsam mit meiner Kollegin Petra Reuter von der Gemeinde Burbach in der neu aufgelegten Informationsbroschüre beantworten.
 
Wer denkt schon bei der Hochzeit, dass die Zeiten der großen Liebe bis der Tod sie scheidet lange vorbei sind. Realität ist: Jede dritte Ehe wird geschieden, durchschnittlich nach sechs Jahren.
 
Gleichwohl verlassen sich auch heute noch viele Frauen auf die soziale Absicherung durch die Ehe und geben ihre Berufstätigkeit auf oder schränken sie ein, um z.B. für die Kinder dazu sein. Dabei ahnen viele nicht, dass dies mit einem Armutsrisiko verbunden sein könnte, wenn es zur Scheidung kommt.
Die Trennung vom Partner bedeutet für viele Frauen nicht nur, allein für die Kinder verantwortlich zu sein, sondern auch wieder für die eigene Existenz sorgen zu müssen. Ist Frau bereits seit längerer Zeit aus dem Beruf ausgestiegen, ist ein Wiedereinstieg oft nur sehr schwer möglich. Daher sind Frauen bei einer Scheidung gewöhnlich härter von finanziellen Einbußen betroffen als Männer. Zudem ist nach der Reform des Unterhaltsrechts in 2008 ein lebenslanger Unterhaltsanspruch die Ausnahme.
 
Jede Scheidung ist schlimm für die Partner, die vor den Scherben einer gescheiterten Ehe stehen, aber noch schlimmer für die Kinder. Es müssen Regelungen über so grundlegende und oftmals konfliktträchtige Themen wie Finanzen, Wohnung und Sorgerecht gefunden werden. Eine friedliche Trennung und Scheidung wäre für alle Beteiligten die beste Lösung. Doch häufig wird die Scheidung zum Anlass für einen "Rosenkrieg" genommen.
 
Gründe genug, eine Informationsbroschüre zu den vielfältigen Trennungs- und Scheidungsfragen aufzulegen. Gerade in so emotionsgeladenen Zeiten ist es wichtig, handfesten Rat und Sicherheit in rechtlichen Fragen zum Beispiel zum Versorgungsausgleich, zum Sorgerecht für die Kinder, zur neuesten Rechtsprechung zum Unterhaltsanspruch oder zu den Kosten für den Scheidungsprozess zu bekommen.
 
Bei der Gestaltung und Textfassung der Broschüre haben wir deshalb auch großen Wert auf die Übersichtlichkeit gelegt. Für die juristische Verständlichkeit hat Rechtsanwalt Axel Weiss  Sachverhalte und Ratschläge lebensnah und praxisorientiert aus seiner täglichen Beratungserfahrung formuliert.

 

Mädchen können alles!

Mit einer Broschüre unter diesem Titel wollen die Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinden und Kleinstädte im Kreis Siegen-Wittgenstein Mädchen Mut bei der Berufswahl machen.

Mädchen haben in Sachen Bildung in den letzten Jahren kräftig aufgeholt. Nach der 14. Shell-Studie streben mehr Mädchen als Jungen eine höhere Bildung an. In der Schulbildung haben sie die Jungen inzwischen sogar überholt: 54,9 % der Abiturienten sind weiblich! Trotzdem gelingt es ihnen nicht, diesen Wissensvorsprung ins Arbeitsleben hinüber zu retten. Im Gegenteil, sie haben schlechtere Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf und sind später in Führungspositionen immer noch die Ausnahme.

Ein Grund ist darin zu suchen, dass sich Mädchen sich im Rahmen ihrer Ausbildungs- und Studienwahl noch immer überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufsfelder oder Studienfächer entscheiden. Studentinnen drängeln sich in den Fächern Psychologie und Pädagogik, während sie in Physik und Ingenieurwissenschaften kaum zu finden sind. Ganz vorne unter den Jobwünschen von Haupt- und Realschülerinnen rangieren die Berufe Arzthelferin und Bürokauffrau; obwohl gerade hier die Chance, nach der Ausbildung übernommen zu werden, gering ist. Auch die Aufstiegsmöglichkeiten sind begrenzt.

Von insgesamt 15 Millionen erwerbstätigen Frauen arbeiten zwei Drittel in zehn Berufsbereichen. Damit schöpfen Mädchen das breite Spektrum ihrer Berufsmöglichkeiten nicht voll aus. Dabei fehlt den Betrieben aber gerade in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs.
Aber warum sind Frauen auf wenige typische Laufbahnen festgelegt? Berufsfindung ist ein Prozess, der viel früher beginnt, als gemeinhin angenommen. Kinder malen sich schon früh ein späteres Arbeitsleben aus. Bereits 84% der Sechs- bis Achtjährigen nennen einen Traumberuf, der mit steigendem Alter realistischer wird. Zwischen 10 und 15 Jahren wird bei Jungen aus dem Rennfahrer der Kfz- Mechaniker, Mädchen wechseln vom Modell zur Textilverkäuferin. Anders als bei Jungen stehen bei Mädchen schon sehr früh heilende, soziale Berufe hoch im Kurs. Ein weiterer entscheidender Unterschied: Jungen wählen auf den vorderen Plätzen nur hoch angesehene Berufe, während für Mädchen durchaus untergeordnete Tätigkeiten in Frage kommen.

Gut möglich, dass sich hier auch noch die veralterten Ansichten der Eltern widerspiegeln - dass die Tochter sowieso nur arbeitet bis sie eine Familie gründet. Aber auch das traditionelle Einstellungsverhalten der Betriebe benachteiligt oftmals Mädchen.
Marika Kunold, Petra Reuter, Kornelia Six, Inge Grebe, Ursula van den Bruck, Ingrid Krämer und Silke Strunk möchten mit der Broschüre einen Beitrag leisten, dies zu ändern. Denn außer den typischen Mädchenberufen gibt es fast 350 weitere. Von A wie Anlagenmechanikerin bis Z wie Zimmerin ist im "ABC der Berufe" eine Vielzahl davon ausführlich beschrieben.
Und damit interessierte Mädchen auch sofort nachlesen können, welche Betriebe in der Region in diesen Berufsfeldern ausbilden, haben die Gleichstellungsbeauftragten zuvor alle Betriebe in den entsprechenden Städten und Gemeinden angeschrieben. Alle in der Broschüre aufgeführten Firmen haben bei der Fragebogenaktion geantwortet, dass sie entweder bereits Mädchen ausgebildet haben oder für die Zukunft daran interessiert sind.

Mit Tipps für die erfolgreiche Bewerbung" oder z. B. den "Rechten und Pflichten der Auszubildenden" enthält die Mädchenbroschüre aber auch allgemeine Informationen. Und dass es sich durchaus lohnt, Vergleiche in den unterschiedlichen Berufsfeldern anzustellen, verdeutlicht die Ruprik "Geld ist nicht alles". Schon die Ausbildungsvergütung ist in den "typischen Mädchenberufen" meist geringer als in den männlich besetzten technischen Berufen. Vor allem setzt sich dies später im Berufsleben fort.
Die 4000 Stück umfassende Auflage wird in den nächsten Tagen an die hiesigen Schulen in den 8., 9. und 10. Klassen verteilt. Die Gleichstellungsbeauftragten der Region hoffen und wünschen, dass die Broschüre "Mädchen können alles!" Hilfestellung und Orientierung für die etwas andere Berufswahl gibt.

ansprechpartnerin
Silke Strunk
Gleichstellungsbeauftragte
Fachbereich 1
Kölner Straße 174a
57290 Neunkirchen Google Maps
Telefon 02735 767-605
Fax 02735 767-607
Symbol E-Mail E-Mail oder Kontaktformular
Ins Adressbuch exportieren