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Integrationslotsen

Viele Flüchtlinge werden von ehrenamtlichen HelferInnen (Einzelpersonen, Nachbarn oder Mitglieder von Vereinen oder Religionsgemeinschaften …) intensiv unterstütz und begleitet. Die IntegrationslotsInnen unterstützen die Flüchtlinge in Form von offenen, neugierigen und wertschätzenden Gesprächen. Sie sind Bindeglieder oder auch Brückenbauer der westlichen Kultur und dem Alltag, mit all seinen Erwartungen und Grundhaltungen. Dazu zählt auch die Unterstützung/Begleitung bei Behörden- und Schulangelegenheiten, sowie dem Gesundheitssystem. Die Flüchtlinge nehmen gerne die Unterstützung der IntegrationslotsInnen an.

Es gibt aber auch Flüchtlinge, die noch sehr isoliert leben und den Wunsch haben, an der Willkommenskultur Teil zu haben.

Haben Sie Interesse IntegrationslotsIn zu werden?

SchachFluechtlinge

Patenkonzept

1. Ziel
Geflüchteten Menschen, die zurzeit in den verschiedenen Unterkünften der Gemeinde Neunkirchen untergebracht sind, in die gesellschaftlichen Bereiche unterstützen, begleiten und Orientierung geben - die für eine Integration wesentlich sind.

  • Wohnen
  • Alltag
  • Freizeit
  • Bildung
  • Arbeit

Ehrenamtliche Patinnen und Paten sind Türöffner in die Gesellschaft und damit Teil einer neuen Willkommenskultur. Der Staat kann dies in einem solchen Umfang und Intensität (auch emotional) nicht leisten.

2. Rahmenbedingungen

  • Ehrenamtliche Patenschaften können für Erwachsene/Einzelpersonen, Familien, Gruppen sowie in Form von Nachbarschaftshilfe geschlossen werden.
  • Es ist eine intensive und vor allem individuelle Begleitung, innerhalb eines begrenzten Zeitraums von ca. 6 – 12 Monate, wenn möglich mit wöchentlichen Treffen von ca. 2-3 Stunden. 
  • Ob sich die Patenschaft in eine freundschaftliche Beziehung wandelt oder der Kontakt später abbricht ist ganz individuell. Grundsätzlich ist es wichtig, dass dies kommuniziert und Perspektiven geklärt werden. Eine Patenschaft mit einem Ritual (Kaffee trinken, Essen, …) zu beenden kann hilfreich sein.
  • Der Gemeinde ist es ein Anliegen, dass keine Unterscheidungen der Flüchtlinge nach Aufenthaltstiteln oder Herkunft vorgenommen werden. 
  • Jedem Flüchtling sollte wenn gewünscht eine individuelle Begleitung oder Betreuung ermöglicht werden - sofern die Kapazitäten dies zulassen.

3. Grundsätzliche Voraussetzungen

  • Die Patenschaften werden beidseitig freiwillig geschlossen (in der Regel mündlich)
  • Die Tätigkeit der Paten erfolgt unentgeltlich
  • Der Inhalt und die Form einer Patenschaft richten sich individuell nach dem, was konsensfähig ist und organisiert werden kann. Urlaub und Auszeiten sind wichtig!
  • Die Patengemeinschaft gestaltet Aktivitäten, Häufigkeit und Dauer selbst. Verbindlichkeit und Regelmäßigkeit tragen jedoch zum Fortbestehen einer Beziehung bei. Grade bei Behördengängen oder Telefonaten ist es hilfreich manche Dinge zu dokumentieren.
  • Die Patenschaft ist darauf ausgerichtet, die geflüchteten Menschen zu befähigen, den diversen Anforderungen des Alltags zunehmend selbstständig nachzukommen → abnehmenden Begleitintensität.

4. Grenzen

  • Patenschaften können keine professionellen Beratungsangebote, ambulante oder stationären Hilfen ersetzen, z.B.: Schwertraumatisierte und psychisch erkrankte Flüchtlinge, deren Handlungs-, Kommunikations- und Wahrnehmungskompetenzen massiv beeinträchtigt sind.
  • Für Paten, die Probleme mit Nähe und Distanz haben, ist es hilfreich, wenn das Engagement grundsätzlich im öffentlichen Raum stattfindet. Die Koordinationsstelle kann hier entsprechend Räume vermitteln.
  • Patinnen und Paten haben keinen Erziehungsauftrag!
  • Es gelten die Grenzen des Ausländer- und Asylrechts!
  • Kein Hilfskonstrukt gegen prekäre Finanzierung sozialer Regelleistungen!

5. Aufgabe der Koordination von Seiten der Verwaltung

  • Erste Begegnungen zwischen den Paten/Patinnen und Flüchtlingen ermöglichen → „Begegnungscafé“ im Otto Reiffenrath Haus oder in der „Begegnungshütte Alter Weg“.
  • Vermitteln zwischen anderen involvierten Einrichtungen/Diensten, Organisationen oder Behörden.
  • Individuelle Reflexionsgespräche, Ansprechpartner und Austausch.
  • Regelmäßige Austauschtreffen und Informationsveranstaltungen.
  • Netzwerktreffen – Multiplikator
  • Einsichtnahme in ein Führungszeugnis/Dokumentation.

6. Allgemeines

  • Versicherungen: Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind über die Gemeinde unfallversichert.
  • Kinderschutz: Das Kinder-und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) sieht seit dem 01.01.2012 vor, dass die Träger der Jugendhilfe verpflichtet sind, von haupt-, neben- und ehrenamtlichen Kräften das sogenannte „erweiterte polizeiliche Führungszeugnis“ regelmäßig anzufordern.

Balance zwischen Nähe und Distanz (102 KB)

    Besondere Problemlage Umgang mit Traumatisierung (72 KB)

    Kontakt zur Flüchtlingshilfe
    Elke Schlosser
    Fachbereich 3
    Bahnhofstraße 3
    57290 Neunkirchen Google Maps
    Raum Raum 209
    Telefon 02735 767-209
    Fax 02735 767-65209
    Mobil 0157 39378492
    Symbol E-Mail E-Mail oder Kontaktformular
    Ins Adressbuch exportieren
    Hubert Multhaup
    Projekt: Flüchtlinge in Beschäftigung / Neunkirchener Weg
    Vermittlung von Arbeitsplätzen und Praktika
    Bahnhoftraße 3
    57290 Neunkirchen Google Maps