Die Geschichte des Feuerlöschwesens in dem heutigen Gebiet der Gemeinde Neunkirchen lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Bereits im Jahr 1887 wurde im Gebiet der heutigen Gemeinde Neunkirchen der Löschzug Neunkirchen und 1888 der Löschzug Salchendorf gegründet. Die Gründung des Löschzuges Struthütten erfolgte 1906, die der Löschzüge Wiederstein und Zeppenfeld 1909 und die des Löschzuges Altenseelbach 1911.
Mit der Neugliederung der beiden Gemeinden Burbach und Neunkirchen am 01.01.1969 wurde die bis dahin bestehende Amtsfeuerwehr Burbach aufgelöst. Die Wehren Burbach und Hikkengrund bildeten die Freiwillige Feuerwehr Burbach mit den örtlichen Löschzügen. Zur Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen gehören seit dieser Zeit die 6 Löschzüge Altenseelbach, Neunkirchen, Salchendorf, Struthütten, Wiederstein und Zeppenfeld.
Erster Leiter der Feuerwehr nach der Neugliederung war Gemeindebrandmeister Ernst Weyl, ihm folgte 1980 sein Stellvertreter Ewald Adam, 1985 Günter Nassauer, 2003 Udo Ringer, 2009 Alexander Jung und seit November 2010 führt Thorsten Schneider und sein Stellvertreter Henning Osenberg die Wehr.
In den bisherigen Jahren hat sich die Stärke immer um die Zahl von 230 Mitgliedern eingependelt, hierzu kamen noch die Angehörigen der Jugendfeuerwehr und die Alterskameraden.
Während zu Beginn der Neugliederung meistens Einsätze wegen Feuer gefahren wurden, hat sich mittlerweile auch die Anzahl der Hilfeleistungseinsätze vermehrt.
Hierdurch bedingt war auch ein Wandel im Fahrzeugpark notwendig. Früher gab es Gerätefahrzeuge und Tanklöschfahrzeuge. Neuere Fahrzeuggenerationen beinhalten nunmehr Wasser- und Gerätschaften in einem Fahrzeug. Auch wurde bereits 1989, bedingt durch den Industriestandort Neunkirchen und die Tatsache, dass viele Chemikalien auf der Straße transportiert werden, ein Gefahrengutfahrzeug für gefährliche Güter und Stoffe angeschafft.
Mit den anspruchsvollen Fahrzeugen musste jedoch gleichzeitig auch in die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrleute investiert werden. Gab es zu Beginn der Großgemeinde pro Löschzug einen Brandmeister, verfügt nunmehr jeder Löschzug über mehrere Brandmeister und die meisten Löschzüge haben sogar Brandinspektoren in ihren Reihen. Da zum Schutz der Einsatzkräfte sehr oft unter Atemschutzgeräten gearbeitet werden muss, verfügt jeder über eine notwendige Zahl von ausgebildeten Atemschutzgeräteträgern.
Größere Einsätze seit der Neugliederung waren im Jahr 1971 der Brand in der Produktionsstelle Pfannenberg, im Jahr 1975 der Brand in der Lackiererei bei der Firma SSI Schäfer, im Jahr 1980 der Brand des Kunststofflagers der Firma SSI Schäfer, 1995 der Brand bei der Fa. Schneider Holdinghausen, 1996 der Brand des Außenlagers für Abfallbeseitigunsbehälter bei der Fa. SSI Schäfer und im Jahre 1997 wieder das Außenlager für Abfallbeseitigunsbehälter bei der Fa. SSI Schäfer. Darüber hinaus hat die Feuerwehr bei den Hochwassereinsätzen im Jahre 1984 ihre Schlagkraft unter Beweis gestellt. Auch bei verschiedenen Schadensereignissen in Nachbargemeinden war sie im Einsatz.
Die 6 Löschzüge stellten und stellen eine jeweils auf den Ortsteil bezogene schlagkräftige Truppe dar und stellen sich Ihnen anschließend einmal genauer vor.
Löschzug Struthütten
Löschzug Wiederstein
Löschzug Neunkirchen
Löschzug Salchendorf
Löschzug Altenseelbach