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Datum: 24.09.2020

»Wir sind kein Sparverein«

Preisgeld des Heimatpreises geht an Gemeinde zurück

Im Juni wurde der Heimatpreis und damit ein Preisgeld von 5000,- Euro an den Heimatverein des Ortsteils Zeppenfeld verliehen. Die Heimatfreunde waren mit mehreren identitätsstiftenden Aktionen, allem voran mit ihrem Verkehrskreisel, ins Rennen um das Geld aus einem Förderprogramm des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung gegangen. Die prominenteste Grünfläche der Gemeinde wird das ganze Jahr über von Mitgliedern des Heimatvereins gepflegt und der Jahreszeit und bestimmten Anlässen entsprechend geschmückt.

Bei der Preisverleihung versprach der Vereinsvorsitzende Rüdiger Eisel, der Gemeinde das Preisgeld wieder zugutekommen zu lassen. Ein Mann – ein Wort: Keine vier Monate haben die Vereinsaktiven gebraucht, um zahlreiche Projekte für die Menschen in Neunkirchen zu verwirklichen.

Bei einem Besuch auf dem Kinderspielplatz „Kalte Wiese“ bedankten sich Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann und Bauhofleiter Alexander Pütz jetzt bei Rüdiger Eisel, Sarina Neuser und den übrigen Mitstreitern. Sie alle hatten in den vergangenen Wochen wahrlich Nägel mit Köpfen gemacht. „Ihr lebt für Zeppenfeld und habt wieder viel Herzblut in diese Projekte investiert“, war der Verwaltungschef voll des Lobes für den engagierten Einsatz der fleißigen Truppe.

Auf Wunsch mehrerer Eltern investierte der Verein in zwei „Waldsofas“ für den Spielplatz „Kalte Wiese“. Das großzügige Areal wird regelmäßig von Kindern und Familien aus Neunkirchen und den angrenzenden Kommunen aufgesucht. Während die Kinder toben, rutschen und Sandkuchen backen, können die Eltern nun von den bequemen Liegebänken aus das Spiel der Kinder beobachten oder die Plätze zum gemeinsamen Picknick nutzen. Um Verletzungen vorzubeugen, hat sich der Heimatverein an diesem Standort für Sitzgelegenheiten ohne Wippfunktion entschieden. Die Wippfiguren auf dem Gelände wiederum wurden von den Ehrenamtlern aufgearbeitet und können nun wieder uneingeschränkt genutzt werden.

Doch nicht nur Kindern und ihre Eltern kam der großzügige Geldbetrag zugute: Auch den Wünschen von Wanderfreunden und Mountainbikern kam der Heimatverein nach. Aus deren Reihen hatte man den Bedarf an einem Rastplatz auf der „schönen Aussicht“ vernommen, die sich auf der Zeppenfelder Nord-Seite oberhalb der Ley befindet. In Abstimmung mit der Waldgenossenschaft stellten die Heimatfreunde auch hier eines der beliebten Waldsofas auf und schufen einen Platz, der Entspannung und einen Blick über das Hellertal bis nach Burbach liefert. Insgesamt acht Liegebänke bereichern inzwischen das Ortsgebiet.

Auch die Rastanlage in der „Breitenbach“ - Endpunkt des Zeppenfelder Rundwanderwegs „Wassergewinnungsanlage Hohe Struth“ – wurde zur Bau- und Schaffensstelle. Der Brunnen der Rastanlage war in die Jahre gekommen und wurde von den Heimatfreunden neu gemauert, ausgefugt und abgedichtet. Außerdem unterzog man die gesamte Rastanlage einer umfangreichen Wartung.

Den Restbetrag des Heimatpreises steckten die Heimatfreunde in den vereinseigenen Traktor. Seit zwanzig Jahren steht er im Dienst des Heimatvereins und ist für die zahlreichen Aktivitäten zu einem unersetzlichen „Arbeitstier“ geworden. Neue Ideen für weitere Projekte im Dorf nimmt der Heimatverein gerne auf. Und auch neuen Aktiven gegenüber sperrt man sich nicht. Denn in Zeppenfeld heißt die Devise nicht lange reden, sondern machen.

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