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Datum: 07.05.2021

Erstellung eines Wirtschaftswegenetzkonzeptes

Planungsbüro startet in den nächsten Wochen die Befahrung und Erfassung

Wirtschaftswege sind jene Wege, die originär der Bewirtschaftung von land-, wald- oder forstwirtschaftlichen Grundstücken dienen. Die dafür genutzten Fahrzeuge, insbesondere aber die Anforderungen an den zu befahrenden Untergrund haben sich jedoch im Laufe der letzten Jahre massiv geändert. Das hat die zum Teil intensive Nutzung bei der Holzabfuhr gezeigt. Hinzu kommt ein verändertes Freizeitverhalten: Nicht selten sind Wirtschaftswege Teil der gewählten Rad- oder Jogging-Strecke oder dienen dem Sonntagsspaziergang.

Was den Ausbau und die Beschaffenheit von Wirtschaftswegen angeht, haben sich die Bedarfe vielerorts geändert. Ein Grund für die Gemeindeverwaltung Neunkirchen, das ländliche Wegenetz genauer unter die Lupe zu nehmen und ein Konzept für die künftige Nutzung entwickeln zu lassen.

„Für eine zukunftsfähige und bedarfsgerechte Planung müssen Zustand und Funktionalität der Wege klassifiziert werden“, informiert Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann. Dies wird in den nächsten Wochen seitens des Kasseler Planungsbüros WAGU GmbH erfolgen. Das zu erfassende Wegenetz erstreckt sich über rund 320 Kilometer. Da die Wirtschaftswege sowohl in kommunalem als auch in privatem Besitz sind, wird die Gemeindeverwaltung zur konkreten Vorgehensweise zunächst in einer Projektgruppensitzung informieren. Hierzu kommen Vertreter der Bezirksregierung, des Forstamts, der Genossenschaften etc. und der Verwaltung zusammen.

Abhängig vom Status Quo, also des jetzigen Zustands, der Art der Nutzung und der Nutzungsintensität werden die Wege kategorisiert. Auf dieser Basis formuliert das Planungsbüro schließlich Handlungsempfehlungen. Dies geschieht nicht nur vor dem Hintergrund der verkehrlichen Situation. Auch die Natur und besondere Landschaftselemente, in die die Wege eingebettet sind, werden dabei berücksichtigt.

„Im weiteren Verlauf ist uns – wie bei vielen Maßnahmen der vergangenen Monate – die Meinung und Mitwirkung der Bevölkerung wichtig“, erklärt Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann. Ziel sei es, ein nutzungsorientiertes Wegenetz zu schaffen, dass langfristig seinen Anforderungen entsprechend erhalten und unterhalten werden soll.

Möglich wird dies durch die Unterstützung des Landes. Die Bezirksregierung in Arnsberg fördert im Rahmen einer Richtlinie zur integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) die Erstellung von Wirtschaftswegenetzkonzepten mit 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Das Konzept wiederum ist Voraussetzung für die anschließende Förderung von Baumaßnahmen.

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