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Datum: 22.02.2021

Schwierige Gemengelage an Neunkirchens Bahnhof

Gordischer Knoten soll endlich gelöst werden

Kürzlich besuchte Landrat Andreas Müller auf Einladung von Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann den Bahnhof in Neunkichen. Landrat Andreas Müller kennt den Bahnhof selbst, da er diese Bahnlinie als Jugendlicher häufig selbst benutzt hat. Landrat und Bürgermeister waren sich einig, dass der Bahnhof als erste Visitenkarte Neunkirchens keinen ersten, guten Eindruck hinterlässt. Eine triste Umgebung, gelagerte Container, keine sinnvolle, durchgängige asphaltierte Fußwegung, keine Pkw- oder Radparkplätze – kurz, eine unübersichtliche Situation bietet sich dem Fahrgast, wenn er den Zug verlassen hat.

Vor Ort ließ sich der Landrat die aktuellen Planungen der Gemeinde zum Bahnhofsumfeld zeigen. Die Gemeinde plant eine Neuordnung des Bahnhofsumfeldes. Bisher waren diese Planungen mit Rücksicht auf die im Eigentum der Fa. Gräb befindlichen Flächen geplant worden. Aufgrund der Insolvenz des Unternehmens hat die Gemeinde weitere Planungsmöglichkeiten ausgelotet, unabhängig von Eigentumsverhältnissen. Geplant wurden verschieden Varianten, die je nach Flächenverfügbarkeit mehr oder weniger infrastrukturelle Ausstattung vorsehen. Die Ideen zeichnete das Büro Loth Städtebau-Stadtplanung. Zukünftig könnte dann dort ein ÖPNV-Haltepunkt, Rad- und Pkw- und selbstverständlich Behinderten-Parkplätze entstehen. Die gesamte Fläche soll zukünftig freundlicher und einladender und dennoch funktionaler werden.

Bürgermeister Dr. Baumann zeigt sich kämpferisch: „Seit Jahren setzen wir uns für eine Neunordnung ein und wollten mit dem Bau von Park&Ride- und Bike&Ride-Parkplätzen starten. Jetzt tun sich neue Möglichkeiten auf. Je nach Flächenverfügbarkeit wäre vielleicht auch ein ÖPNV-Haltepunkt möglich.“
Damit das Gesamtprojekt der Bahnhofsumgestaltung jedoch in diesem Umfang sinnvoll ist, muss die Strecke technisch ertüchtigt werden. Mehr Bahngäste müssen her. Das geht nur, wenn die Strecke schneller wird und Bahnnutzer die Anschlüsse in Betzdorf nach Köln und in Dillenburg nach Frankfurt erreichen können Der NWL plant aktuell, wie dies gelingen kann.

Landrat Andreas Müller versprach - auch in seiner Funktion als Vorsteher der Zweckverbandsversammlung des Zweckverbandes Personennahverkehr Westfalen-Süd, sich für den Erhalt der Strecke einzusetzen. Landrat Müller resümierte: „Ich habe absolut Verständnis für die Not der Gemeinde in dieser Angelegenheit. Der Bahnhof wirkt unattraktiv, unsicher und wenig einladend. Eine Umgestaltung wäre ein wichtiger Baustein für die Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger und somit großartig für die Mobilitätswende vor Ort.“

Die Gemeinde ist aktuell in Gesprächen mit Insolvenzverwaltern und den beauftragten Immobilienmaklern.

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