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Datum: 13.06.2022

Taschengeldbörse sucht junge Unterstützer:innen

Ältere und familiär oder beruflich stark eingespannte Menschen freuen sich über Unterstützung. Wenn hin und wieder jemand den Rasen mäht oder auf die Kinder aufpasst, wenn sich während des Urlaubs jemand um die Haustiere oder Blumen kümmert oder wenn jemand regelmäßig den Einkauf erledigt, die Straße fegt oder beim Aufhängen der Gardinen hilft, erleichtert das den Alltag von Senior:innen und Familien enorm. Zugleich gibt es junge Menschen, die sich ein kleines Taschengeld hinzuverdienen möchten.

Um jene, die Hilfe suchen und jene, die Hilfe anbieten zusammenzubringen, hat die Gemeindeverwaltung vor zwölf Jahren die Taschengeldbörse (TABS) ins Leben gerufen. Jobanbieter äußern hier die zu erledigenden Aufgaben. Zugleich können sich junge Menschen ab 14 Jahren registrieren lassen, die die Hilfesuchenden regelmäßig oder gelegentlich unterstützen möchten. Im Rathaus koordinieren Dagmar Bläcker, Heike Jendrek und Frank Mayenschein Anbieter und Interessenten. Sie finden die tierliebe Schülerin, die gern mit dem Hund eine Runde durch den Wald dreht oder während der Urlaubszeit die Katze versorgt. Sie finden aber auch den jungen Mann, der auf den Führerschein spart und regelmäßige Mähdienste anbietet.

Eine Win-win-Situation für Jung und Alt könnte man meinen, doch „derzeit ist die Zahl derer, die Arbeit anbieten wesentlich höher, als die derjenigen, die sie erledigen können“, bedauert Dagmar Bläcker. Das liegt zum einen an der Jahreszeit, in der – insbesondere im Garten – mehr zu tun ist, als während der Wintermonate. Es liegt aber auch daran, dass die Jugendlichen älter werden, sich auf ihren Schulabschluss vorbereiten oder inzwischen eine Ausbildung begonnen und weniger Zeit haben. „Wir freuen uns über junge Helferinnen und Helfern, die sich im TABS-Team engagieren,“ rührt Bläcker die Werbetrommel.

Wer ein paar Euro hinzuverdienen möchte, meldet sich am Rathausempfang. Der Anmeldeflyer kann genutzt werden, um alle Tätigkeiten anzugeben, die die Helfer:innen zu übernehmen bereit sind. „Das können regelmäßige Arbeiten wie ein Einkaufsdienst sein. Das kann aber auch ein einmaliger Termin, wie etwa das Einrichten eines Handys oder Computers sein“, erklärt Heike Jendrek.

Sobald ein Angebot auf eine Nachfrage trifft, kann es losgehen. „Wir vermitteln den Kontakt, die Jugendlichen vereinbaren selbst den Termin und handeln das Taschengeld aus“, informiert Jendrek. Sechs Euro pro Stunde sollten dabei das Minimum sein. „Im besten Fall entsteht eine Zusammenarbeit, die jahrelang klappt“, weiß Jendrek.

Damit auch bei derlei Hilfeleistung alles seine Ordnung hat, benötigen die Jugendlichen eine Unterschrift der Erziehungsberechtigten und müssen über ihre Eltern krankenversichert sein. Empfohlen wird – falls nicht vorhanden – der Abschluss einer privaten Haftpflicht- und Unfallversicherung. Ein Versicherungsschutz über die Taschengeldbörse besteht nicht. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, steht dem Helfen nichts mehr im Wege. Anmeldungen nehmen Dagmar Bläcker und Heike Jendrek unter der Tel.: 02735 767-0 bzw. unter E-Mail: d.blaecker@neunkirchen-siegerland.de bzw. h.jendrek@neunkirchen-siegerland.de entgegen. Fragen beantwortet außerdem das Team der Jugendpflege unter der Tel.: 02735 767-209.

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