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03.02.2020

»Digitales Rathaus« öffnet seine Pforten

Gemeinden Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf gehen mit Bürgerservice-Portal online

Bürgerserviceportal

Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf bauen ihren Online-Bürgerservice aus: Jannic Danneels, Julia Mockenhaupt und Adrian Erner (vordere Reihe, v.l.n.r.), die in den Südsiegerländer Rathäusern für das Thema E-Government zuständig sind, präsentieren gemeinsam mit den Bürgermeistern Christoph Ewers, Christa Schuppler und Dr. Bernhard Baumann (hintere Reihe, v.l.n.r.) die neuen Bürgerservice-Portale.

Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf haben ihre digitalen Bürgerdienste neu strukturiert und sind nach der Stadt Siegen heute als erste Gemeinden im Kreisgebiet mit modernen Bürgerservice-Portalen online gegangen. Auf den übersichtlich gestalteten Webseiten sind sämtliche elektronisch verfügbaren Dienstleistungen und Formulare der drei Kommunen zu finden, ergänzt um Services anderer Behörden.

„Als moderne Verwaltung ist es unser Anspruch, unser Angebot stetig weiterzuentwickeln und es an die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger anzupassen“, sagen Dr. Bernhard Baumann, Christoph Ewers und Christa Schuppler, die Bürgermeister der Gemeinden Neunkirchen, Burbach und Wilnsdorf, „mit den neuen Bürgerservice-Portalen haben wir ein einfach und effizient gestaltetes ‚digitales Rathaus‘ geschaffen, das auf Perspektive den einen oder anderen Gang ins reale Rathaus ersetzen soll.“

In wenigen Klicks zum gewünschten Service

Damit Nutzer die neuen Bürgerservice-Portale schnell finden, wird in der Anfangszeit ein prägnanter Hinweis auf den Startseiten der kommunalen Internetauftritte erscheinen. Wer diesem folgt, wird zu einer Übersichtsseite geleitet, auf der die Dienstleistungen in acht gut unterscheidbare Bereiche wie „Urkunden, Ausweise und Pässe“ und „Bauen, Wohnen und Umwelt“ kategorisiert sind. Außerdem können sich Nutzer eine Gesamtübersicht aller Services von A bis Z anzeigen lassen. Adrian Erner, in Neunkirchen für das Thema E-Government zuständig, betont: „Die Liste wächst stetig, wir binden nach und nach weitere Dienstleistungen ein“. Kleine Symbole erklären, ob ein Antrag online oder postalisch abzuschicken ist, ob fällige Gebühren online bezahlt werden können oder der Service auf einer externen Website zur Verfügung steht.

Die Bündelung der elektronischen Dienstleistungen an einer zentralen Stelle kommt den Nutzern aber nicht nur in Sachen Übersichtlichkeit zugute. Die dahinterstehende technische Infrastruktur erlaubt es auch, die Funktionalität der Portale auszubauen und größeren Mehrwert zu schaffen. Wie Julia Mockenhaupt, E-Government-Mitarbeiterin im Wilnsdorfer Rathaus, berichtet, „arbeiten wir daran, dass bald auch jene Dienstleistungen online beantragt und bezahlt werden können, für die man sich bisher im Bürgerbüro mit dem Personalausweis identifizieren musste“. Dazu wird gerade eine Schnittstelle programmiert, um die eID nutzen zu können, die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises. Hingegen schon heute möglich ist das elektronische Bezahlen in jenen Fällen, in denen der Nutzer sich nicht für den gewünschten Service ausweisen muss, etwa beim Anfordern einer einfachen Melderegisterauskunft. Gebühren können direkt online beglichen werden, mit den elektronischen Bezahllösungen paydirekt und giropay der deutschen Banken und Sparkassen. In Burbach steht zusätzlich auch PayPal zur Verfügung.

Optimal zu nutzen mit elektronischen Funktionen des Personalausweises

Für die Anmeldung an den Bürgerservice-Portalen von Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf müssen sich Nutzer einmalig beim Servicekonto.NRW registrieren. „Wer seine Daten dort hinterlegt hat, kann sie für alle E-Government-Dienste nordrhein-westfälischer Behörden nutzen“, erklärt Jannic Danneels, im Burbacher Rathaus für das Thema zuständig, „außerdem können registrierte Nutzer sich alle gestellten Anträge und Anfragen übersichtlich anzeigen lassen und den aktuellen Status ausgewählter Services einsehen“. Am einfachsten ist die Kontoeröffnung für Nutzer, die die Online-Ausweisfunktion ihres Personalausweises freigeschaltet haben. Mit kompatiblem Smartphone und der „AusweisApp2“ können die Daten schnell und fehlerfrei übertragen werden, in diesem Fall ist ein Kartenlesegerät nicht mehr nötig. Alternativ können die Daten auch manuell eingegeben werden, „dann fehlt allerdings die eID, die für das Online-Abwickeln bestimmter Dienstleistungen nötig wäre“, erinnert Mockenhaupt.

Die Bürgerserviceportale der drei Südsiegerländer Kommunen entstanden übrigens in enger, interkommunaler Zusammenarbeit. „Gerade der Erfahrungsaustausch hat unseren Mitarbeitern an vielen Stellen weitergeholfen“, wissen auch die Bürgermeister von Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf zu schätzen. Die technische Infrastruktur wurde von der Südwestfalen-IT zur Verfügung gestellt, die auch die weitere Entwicklung sowie den Support übernehmen wird.

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