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15.08.2019

»Wegweiser« für die Menschen vor Ort

„Hilda“ startet mit ersten Hausbesuchen

Hilda - Melanie Schmidt

„In Neunkirchen muss sich im Alter niemand allein gelassen fühlen.“ Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann zeigte sich beim Pressegespräch optimistisch. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Vereins „Hand in Hand Neunkirchen e.V.“ und Bettina Großhaus-Lutz von der Senioren-Service-Stelle stellte er jetzt „Hilda“ und somit „einen weiteren Baustein in der Seniorenbetreuung vor Ort“ vor.

„Hilda“ ist als Lückenschluss zwischen den Angeboten der Senioren-Service-Stelle und der Senioren- und Pflegeberatung des Kreises Siegen Wittgenstein gedacht. Als niederschwellige Kontaktaufnahme ergänzt sie das starke soziale Netz, dass in der Gemeinde Neunkirchen in punkto Seniorenbetreuung geschaffen wurde.

Altern ist ein Prozess, der seine Tücken haben kann. „Vielen unserer Kunden benötigen anfangs nur ein wenig Unterstützung bei der Hausarbeit, etwa, weil sie in ihrer Mobilität ein wenig eingeschränkt sind. Doch innerhalb weniger Jahre kann die Situation komplexer werden und ein erhöhter Pflegebedarf entstehen. Dies erfordert weiterführende Maßnahmen“, weiß Seniorenberaterin Bettina Großhaus-Lutz aus ihrem Arbeitsalltag. Dabei wollen die Seniorinnen und Senioren oftmals nur eins: Möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld, in ihren eigenen vier Wänden wohnen  bleiben.

Eine ganze Reihe kommunaler und privater Einrichtungen stehen bereit, um den bedürftigen Personen unter die Arme zu greifen. Doch wissen die betroffenen Menschen nicht immer um die Existenz und die entsprechende Zuständigkeit. Und manchmal ist es auch einfach die Scham, die die Betroffenen davor zurückschrecken lässt, sich die notwendige Hilfe zu holen. „Vielen Menschen fällt es schwer, sich selbst einzugestehen, dass es nicht mehr ‚rund‘ läuft“, so Großhaus-Lutz.

Dies soll „Hilda“ nun ändern: „Hilda“ ist das neue Bindeglied zwischen den bedürftigen Menschen vor Ort und den Angeboten, die vom Mahlzeitendienst über „Hand in Hand“ bis hin zur Tagespflege u.v.m. reichen. „Hilda“ ist einerseits die Abkürzung für Hilfe daheim. Zugleich ist „Hilda“ aber auch eine Person. Sie heißt eigentlich Melanie Schmidt und ist bereits seit sechs Jahren bei „Hand in Hand“ tätig. Dort hat die 45-Jährige lange in der Demenzbetreuung gearbeitet und ist bedürftigen Personen als Haushaltshilfe zur Hand gegangen. „Ich habe für die Senioren eingekauft, sie zum Arzt begleitet, geputzt, mit ihnen gespielt oder die Gardinen aufgehängt“, erzählt Schmidt.

Ihre offene und optimistische Art soll ihr fortan helfen, die Türen der hilfsbedürftigen Menschen zu öffnen, insbesondere jener, die sonst eher zurückgezogen leben oder eine Hemmschwelle haben, ihre häusliche Situation darzustellen. „Hilda“ kann über die Senioren-Service-Stelle kontaktiert werden, vereinbart dann einen Termin und kommt auf ein unverbindliches Gespräch zu Besuch. Im persönlichen Gespräch verschafft sie sich einen Überblick über die Wohn- und Lebenssituation, informiert über Betreuungs-, aber auch Freizeitangebote und stellt – wenn nötig – einen Kontakt zu den benötigten Dienstleistern her. Kurze Wege für Senioren, so lautet die Devise, die Schmidt als Kontaktperson und Verteiler ermöglichen soll.

Melanie Schmidt selbst sieht sich als „Seniorenwegweiser“. Sie möchte dazu beitragen bei der häuslichen Versorgung mehr Lebensqualität für bedürftige Menschen zu erreichen. Dass dabei der Faktor Zeit eine wichtige Rolle spielt, stellte Gaby Jakobs von der Senioren- und Pflegeberatung des Kreises heraus, denn nur, wer die Möglichkeit hat, sich intensiv mit den hilfesuchenden Menschen zu beschäftigen, kann auch das Ausmaß der nötigen Unterstützung einschätzen.

Um das Angebot „Hilda“ in die Öffentlichkeit zu tragen, hat Melanie Schmidt bereits die örtlichen Anbieter im Pflege- und Versorgungssektor aufgesucht, um sich und ihre Tätigkeit dort vorzustellen. In den nächsten Wochen wird sie u.a. die Seniorenrunden besuchen, um das Projekt des Trägervereins „Hand in Hand Neunkirchen e.V.“ in Neunkirchen der Zielgruppe nahe zu bringen. Als „Glücksgriff“ bezeichnet Bettina Großhaus-Lutz die Mutter zweier Kinder, die vor Ort wohnt und die Strukturen, auch durch ihre Tätigkeit bei „Hand in Hand“ und der Demenzbetreuung aus dem Effeff kennt.

„Hilda“ ist 10 Stunden pro Woche tätig und wird über einen Zeitraum von drei Jahren durch den Kreis Siegen-Wittgenstein gefördert.

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