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19.06.2018

E-Bike Fahren will gelernt sein

Senioren-Service-Stelle veranstaltete abwechslungsreichen Kurs

E-Bike-Kurs

Bereits zum zweiten Mal nach 2015 wurde jetzt seitens der Neunkirchener Gemeindeverwaltung ein E-Bike-Kurs für die Generation 55+ angeboten. Ein Dutzend „Biker“ nahmen das Angebot an, das im Rahmen des Mobilitätskonzeptes im Kreis Siegen-Wittgenstein und mit Unterstützung des Verkehrssicherheitsberaters Polizeihauptkommissar Gerd Heldmann, Daniel Neumann als Kreisvorsitzender des ADFC und Holger Ippach von der Verkehrswacht Siegerland-Wittgenstein auf dem Gelände des Verkehrsübungsplatz durchgeführt wurde.

Bei ihrer ersten Tour mit dem E-Bike geriet Christel Haan aus dem Gleichgewicht und stürzte. Das Rad fiel auf ihre Beine und durch das massive Gewicht ihres Fortbewegungsmittels trug sie Blutergüsse und starke Prellungen davon. „Da kam der E-Bike-Kurs wie gerufen“, so die Herdorferin. Gisela Schmidt wiederum ist mit Begeisterung auf ihrem Rad unterwegs. Allerdings fühlt sie sich beim Kurvenfahren unsicher. „Ich möchte gut fahren lernen“, war ihre Motivation für die Teilnahme am E-Bike-Kurs der Neunkirchener Senioren-Service-Stelle.

„Das Fehlen eines Rücktritts, das Gewicht des Rades und das Handling von Schaltung und Zuschaltung verunsichert viele E-Bike-Fahrer zu Beginn“, weiß Bettina Großhaus-Lutz. Die Seniorenberaterin, fährt selbst seit fünf Jahren mit dem E-Bike durch Wald und Flur und kennt die Anfangsschwierigkeiten: „Auch das Anfahren am Berg will gelernt sein“, so Großhaus-Lutz. Ihr war es ein Anliegen, erneut einen Kurs anzubieten, in dem die Praxis des motorunterstützten Fahrens intensiv und ohne Druck geübt werden konnte.

Die Seniorenberaterin informierte in einer theoretischen Einführung zunächst über Unterschiede zwischen E-Bikes und herkömmlichen Rädern, über die technische Ausstattung, die verschiedenen Fahrstufen und die Handhabung. Die Möglichkeit unabhängig zu sein, sich ohne massive Belastung körperlich bewegen zu können und einen größeren Aktionsradius zu haben, sind die Hauptgründe für das „Fahren mit eingebautem Rückenwind.“ Doch auch unerfahrene Radfahrerinnen waren vor Ort. Sie wollten den Kurs nutzen, um sich im Vorfeld über das Thema zu informieren, um zu prüfen, ob die Anschaffung eines teuren Rades lohnt. Aus dem Vortrag entspann sich eine informative Diskussion, bei der Polizeihauptkommissar Gerd Heldmann zu rechtlichen Vorschriften Stellung beziehen konnte.

Gestärkt mit Kaffee und Kuchen starteten die motivierten Fahrerinnen und Fahrer dann mit den Übungen: Vom abrupten Bremsen über das sichere Fahren in Kurven bis zum Slalomfahren im Parcours reichte das abwechslungs- und hilfreiche Angebot. Beim Anfahren am Berg stand den Zweiradfreunden Daniel Neumann vom ADFC mit Rat und Tat zur Seite. Achim Kämpflein vom Zweiradhaus Kämpflein stellte nicht nur Leihräder zur Verfügung, er überprüfte auch den Luftdruck der Reifen und passte die Höhe von Sattel und Lenker den Fahrerinnen und Fahrern an – eine Veränderungen, die vielen Teilnehmer die Unsicherheit nahm.

„Die Verkehrssicherheit der Radfahrer ist uns ein Anliegen, von daher freuen wir uns, wenn ein solcher Kurs angeboten wird“, erklärte Daniel Neumann und auch Gerhard Heldmann war es ein Anliegen, den Kurs zu nutzen, um „das Leben im Straßenverkehr sicherer“ zu machen. Holger Ippach ging sogar noch einen Schritt weiter: Der Vertreter der Verkehrswacht Siegen ist als Moderator in dem Programm „sicher mobil“ tätig und informiert über Mobilität im Bus, mit dem Rollator, etc.

„Die E-Bikes in aller Ruhe ausprobieren und nachgestellte Verkehrssituationen unter Anleitung bewältigen zu können, hat den Fahrerinnen und Fahrern viel Sicherheit gegeben“, resümierte Bettina Großhaus-Lutz. Der Kurs habe einen großen Beitrag zur Freude am Fahren geleistet und dazu beigetragen, künftig „besser unterwegs“ zu sein, sind sich die Teilnehmer allesamt sicher.

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