Sprungziele
Inhalt
Datum: 16.12.2021

Unterwegs Richtung Klimaneutralität

Gemeinde erhält European Energy Award (EEA)

Ein effizienter Umgang mit Energie, der Einsatz regenerativer Energien und der Schutz des Klimas zählen zu den wichtigsten Maßnahmen in Zeiten, in denen sich der Klimawandel in vielen Regionen in Form von Überschwemmungen oder Dürren zeigt. In Sachen Energie- und Klimaschutzpolitik realisiert die Gemeindeverwaltung seit Jahren zahlreiche Projekte. Nun wurde dieses Engagement mit dem European Energy Award (EEA) ausgezeichnet. Verliehen wurde der Preis nach eingehender Prüfung und Auditierung für die „nachweisbaren und vorbildlichen Leistungen in der kommunalen Nutzung Erneuerbarer Energien“, der „Information und Motivation der Bevölkerung (Bürgerberatung)“ sowie der „Positive(n) Einflussnahme auf Industrie und Gewerbe (Unternehmen)“. Die stellvertretende Bürgermeisterin Jutta Capito nahm den Preis jetzt entgegen.

„Der European Energy Award ist ein mehrjähriger Prozess“, erklärt Neunkirchens Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann. „Umso mehr freuen wir uns, dass unsere Maßnahmen und Planungen hin zu mehr Klimaneutralität nun gefruchtet haben.“ Neben Umwelt- und Klimaschutzberater Matthias Jung hat Sylvia Heinz, die Leiterin der Stabsstelle Regionale Entwicklung, den größten Anteil an der Erfüllung der erforderlichen Kriterien. Sie hat sich u.a. dem Thema Mobilität verschrieben und hier viele Projekte auf den Weg gebracht.

„Die Auslobung eines Klimaschutzpreises, die energetische Sanierung gemeindeeigener Gebäude und der Orientierung an einem Energie- und klimapolitischen Leitbild, sind feste gemeindliche Größen auf dem Weg hin zu mehr Klimafreundlichkeit“, konstatiert Umwelt- und Klimaschutzberater Matthias Jung. Im kommunalen Amtsblatt gibt er regelmäßig Umwelttipps und informiert über Möglichkeiten Ressourcen sinnvoll einzusetzen und zu schonen. „In den vergangenen Jahren ist die Mobilität mehr und mehr in den Fokus gerückt“, so Jung. Um die Bevölkerung für die Nutzung des ÖPNV und anderer Alternativen zum Individualverkehr zu sensibilisieren, wurde ein Mobilitätskonzept auf den Weg gebracht, bei dessen Gestaltung die Bürger:innen direkt einbezogen werden konnten.

„Die Gemeinde mit Unterstützung der Menschen vor Ort zukunftsfähig weiterzuentwickeln, ist eines unserer Anliegen. Bürgerbeteiligungsverfahren bieten uns eine tolle Möglichkeit, in einen intensiven und nachhaltigen Austausch mit der Bevölkerung zu kommen“, Sylvia Heinz, im Rathaus zuständig für Wirtschaftsförderung, Mobilität, Förderung und Sonderprojekte.
Die Idee zur Bewerbung für den Fußverkehrscheck NRW, gefördert durch das Zukunftsnetz Mobilität NRW, knüpft hier an: Gemeinsam mit der interessierten Bevölkerung wurden die Fußwegebeziehungen vor Ort unter die Lupe genommen.

Unter Nachhaltigkeit versteht die Gemeindeverwaltung auch, junge Bürger:innen einzubeziehen. Eine Bewerbung um das Projekt „Planen für die Zukunft“ beim Zukunftsnetz Mobilität NRW hat dazu geführt, dass Kinder und Jugendliche nun aktiv in die Planung der Ortsmitte einbezogen werden und daran teilhaben können, die Gemeinde in Teilbereichen nach ihren Wünschen mitzugestalten. Das schulische Mobilitätsmanagement wiederum zielt auf eine Verlagerung der Elterntaxis zu Hol- und Bringzonen oder die althergebrachte Methode ab, sich zu Fuß „auf die Socken“ zu machen.

Schließlich leistet die Gemeindeverwaltung ihren Beitrag hin zu mehr „Erneuerbaren“ auch in punkto Dienstfahrzeuge. Für den Gemeindefuhrpark wurden neben mehreren Elektro-Autos zwei E-Diensträder angeschafft. Verleihstationen für Pedelecs und ?? Fahrradboxen befinden sich im Bau. Letztere werden durch das Land NRW gefördert. Regelmäßig nimmt die Gemeinde an der Europäischen Mobilitätswoche teil und richtet sich mit Pedelec-Kursen, Aktionen für die Nutzung des ÖPNV oder dem Credo „Komm zu Fuß“ vor örtlichen Kindertagesstätten an die Bevölkerung. Mit der Europäischen Mobilitätswoche geht die Klimaschutzwoche mit Workshops und Vorträgen einher.

Die Gemeinde beteiligt sich an den beiden Klimafolgenanpassungsprojekten „Evolving Regions“ sowie „WaldAktiv“ auf interkommunaler Kreisebene und hat mit der Kopernikusschule erfolgreich an dem Projekt „Ökoprofit“ teilgenommen. In Neunkirchen, soviel wird deutlich, ist in Sachen Mobilität, Klima- und Umweltschutz viel in Bewegung. Und das im Idealfall regenerativ und nachhaltig.

nach oben zurück