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Über Neunkirchen

Die Gemeinde Neunkirchen liegt im so genannten „Dreiländereck“, im Süden Westfalens und des Siegerlandes im Kreis Siegen-Wittgenstein.

Die nächste größere Stadt ist die Kreisstadt Siegen.

Die Ballungszentren Ruhrgebiet, Köln-Bonn und Frankfurt/Main sind jeweils nur rund 100 km entfernt und schnell zu erreichen.

Starke Wirtschaft - starke Natur

Neunkirchen ist ein traditioneller Wirtschaftsstandort. Namhafte und weltweit tätige Unternehmen aus dem Bereich des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes der Metall- und Kunststofftechnik sowie der Softwareentwicklung haben hier ihren Standort. Die Zahl der Beschäftigten von rund 6.200 im Verhältnis zur Einwohnerzahl von ca. 14.000 unterstreicht die überdurchschnittliche Wirtschaftskraft und Bedeutung der Gemeinde Neunkirchen.

Die Anbindung an die A 45 sowie der Siegerlandflughafen sind nur wenige Kilometer entfernt. Dieser wichtige Aspekt ist auch für die Neuansiedlung zukunfts- und wettbewerbsorientierter Betriebe und Unternehmen interessant.

Ansiedlungsinteressierten Betrieben und Unternehmen werden attraktive, preisgünstige und auf die jeweiligen Ansprüche individuell zugeschnittene Flächen in ausgewiesenen Industrie- und Gewerbegebieten geboten. Steuer- und Abgabensätze auf vergleichsweise niedrigem Niveau optimieren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Dass Neunkirchen einst bedeutender Standort des Erzbergbaues und Hüttenwesens war, spiegelt sich in verschiedenen kulturellen Einrichtungen, Veranstaltungen und historischen Sehenswürdigkeiten wieder.

Neunkirchen hat einen Waldanteil von 70 Prozent und ist eingebettet in eine in reizvolle Mittelgebirgslandschaft. Die Gemeinde verfügt über Baugrundstücke für Wohnbauvorhaben in waldnaher Aussichtslage. In Verbindung mit zahlreichen Freizeit-, Sport- und Erholungsangeboten bietet die „Industriegemeinde im Grünen“ eine hohe Wohn- und Lebensqualität.

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Historisches über Neunkirchen

Frühgeschichte

Schon vor Christi Geburt zogen die reichhaltigen Eisenerzvorkommen die Menschen in die hiesige Region. Schürfstellen, Schmelzöfen und weitere Bodenfunde belegen die frühere keltische Besiedlung. Die Basaltgruben des Hohenseelbachskopfes und des Druidensteines (in der Nachbargemeinde Kirchen) waren vermutlich bedeutende keltische Kultstätten. Man geht davon aus, dass die Kelten im 4. Jahrhundert nach Christus von benachbarten Germanenstämmen verdrängt worden sind.

Im 8. Jahrhundert nach Christus begann die Christianisierung der ansässigen Germanenstämme. Um die Jahrtausendwende gehörte Neunkirchen dem Kirchspiel Haiger (Haigergau) an, dessen Gebiet in einer Grenzbestimmungsurkunde aus dem Jahre 1048 umrissen wird. In dieser Urkunde wird die Region als „predium liberorum virorum“ (Gebiet der freien Männer) bezeichnet. Dem Kaiser direkt unterstellt, genossen die Bewohner besondere Rechte und Freiheiten. Eine Abschrift der Grenzbestimmungsurkunde von 1048 hängt im Eingangsbereich des Rathauses Neunkirchen in lateinischer und deutscher Schrift aus. [FOTO!]

In einer Urkunde vom 23. August 1288 wird Neunkirchen erstmals erwähnt. Die Adeligen von Seelbach, legten 1350 auf der Basaltkuppe des Hohenseelbachskopfes eine große ringförmige Burgfeste an. Bereits zwei Jahre später wurde diese – in dem Glauben die Besitzer seinen Raubritter – durch den Erzbischof von Trier wieder zerstört. Das Wappen der Adeligen von Seelbach wird heute von der Gemeinde Neunkirchen geführt.

Doppelherrschaft

Nach dem Ende der Herrschaft durch die Adeligen von Seelbach begann die Doppelherrschaft der als „Freier Grund“ bezeichneten Region. Vom 14. Jahrhundert bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts teilten sich die benachbarten Grafenhäuser Nassau und Sayn das Gebiet.

Diese Doppelherrschaft war eine seltene Konstruktion, da das Gebiet nicht in „nassauisch“ und ein „saynisch“ unterteilt war. Stattdessen waren die „Untertanen“ beider Grafen wahllos in den Dörfern verstreut: Jede Hausgrenze bedeutete praktisch auch eine Landesgrenze.

Diese Aufteilung brachte Schwierigkeiten mit sich, trug aber auch dazu bei, dass die Menschen vor Ort mehr Freiheiten hatten als andernorts. Nach dem Wiener Kongreß wurde der Freie Grund im Jahre 1816 dem Kreise Siegen angeschlossen und somit preußisch. Seit 1946 gehört er zum Land Nordrhein-Westfalen.

Gewerbe und Industrie

Das Berg- und Hüttenwesen in der Region ist sehr alt und reicht über 2000 Jahre zurück. Im 19. Jahrhundert waren rund 50 Gruben im Betrieb. Lohberg, Große Burg, Kunst, Jäckel, Altenberg, Harteborn, Steimel, Pfannenberger Einigkeit, Bautenberg, Mühlenberg zählen zu den bekanntesten.

Im 15. Jahrhundert wurde die "Alte Hütte" in Neunkirchen gegründet, die "Seelenberger Hütte" in Struthütten folgte im Jahre 1578. Diese wurde erst 1901 nach der Explosion des Hochofens aufgegeben. Die "Neue Hütte" (Kupferhütte) in Neunkirchen wurde im 17. Jahrhundert gegründet. Im Jahre 1812 existierten nachweislich 6 Eisenhütten.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts setzte die Industrialisierung ein, die erhebliche wirtschaftliche Vorteile brachte und sich auch positiv auf die Entwicklung Neunkirchens auswirkte.

Nach dem 2. Weltkrieg waren Erzbergbau und Hüttenwesen zunehmend nicht mehr konkurrenzfähig. Mit der Schließung der Grube "Pfannenberger Einigkeit", (die mit über 1.300 Meter "Teufe" die tiefste Eisenerzgrube Europas mit zeitweise über 1.200 Beschäftigten war), ging im Jahre 1962 die 2000-jährige Tradition des Berg- und Hüttenwesens zu Ende.

Mit dem notwendigen Strukturwandel in den 60er Jahren konnten neue Grundlagen für Gewerbe, Industrie und Handel geschaffen werden.

Heute werden die Produkte der einheimischen Industrie- und Gewerbebetriebe in fast alle Länder exportiert. Besondere Schwerpunkte liegen in der Eisen-, Metall- und Kunststoffverarbeitung. Aber auch zahlreiche mittelständische Unternehmen, die mit „High-Tech“ für eine hohe Expansion sorgen, sind im Erscheinungsbild der heimischen Wirtschaft nicht die Ausnahme.

Neunkirchen heute

14.000 Einwohner leben heute auf einer Fläche von 40 km². Von den rund 7.500 Arbeitsplätze sind fast 5.000 im verarbeitenden Gewerbe angesiedelt. Der Handel verfügt über etwa 1.000 Arbeitsplätze. Rund 3.000 Menschen kommen jeden Tag zum Arbeiten in die Hellergemeinde.

Insbesondere aufgrund des gewerblichen und strukturellen Angebotes war Neunkirchen schon lange eine Gemeinde mit einer starken Anziehungskraft auf die angrenzenden Orte. Deshalb wurde Neunkirchen im Entwicklungsplan I/II des Landes Nordrhein-Westfalen als Mittelzentrum für einen Einzugsbereich von 25.000 bis 50.000 Einwohner ausgewiesen.

Die Ortsteile der Gemeinde Neunkirchen

Die Gemeinde Neunkirchen mit ihren ca. 14.000 Einwohnern unterteilt sich heute in die sechs Ortsteile Neunkirchen (rund 3.750 Einwohner), Salchendorf (rund 3.410 Einwohner), Zeppenfeld (rund 2.960 Einwohner), Struthütten (rund 1.700 Einwohner), Altenseelbach (rund 1.380 Einwohner) Wiederstein (rund 720 Einwohner).

Die Ortsteile waren bis zum 2. Gesetz zur Neugliederung des Kreises Siegen selbständige Gemeinden und wurden am 1. Januar 1969 zur Großgemeinde Neunkirchen zusammengefasst.

Der Ortsteil Neunkirchen

1288 erstmals erwähnt

Die Freiengrunder Adligen von Seelbach errichteten im 12. Jahrhundert im „Seelbacher Grund“, also im Mittelpunkt ihrer Hauptwohnsitze, eine eigene „Neue Kirche“. Hiermit war die Gründung einer neuen Siedlung verbunden, die ihren Namen nach der „Neuen Kirche“ erhielt. Die Schreibweise dieses Namens ist verschieden: z. B. „Nunkirchin“ oder „Nunkirchen“.

Der Name des Dorfes Neunkirchen wurde erstmals 1288 erwähnt. Neunkirchen im „Grunde Seelbach“ war Sitz des saynischen Schultheißen, in der heutigen Nachbargemeinde Burbach dagegen befand sich der Amtssitz des naussauischen Vogtes. Erst im Jahre 1825, als der Freie Grund an Preußen kam, erreichte die gemeinsame nassauische und saynische Doppelherrschaft ihr Ende.

Zwei Eisenhütten

Neunkirchen hatte zwei Eisenhütten, von denen die „Alte Hütte“ früher unterhalb des Dorfes an der Heller stand, während die „Neue Hütte“ zwischen Neunkirchen und Struthütten lag. Nach dem Abbruch des alten Schmelzofens der „Alten Hütte“, errichtete man an der gleichen Stelle die „Siebelsche Mahlmühle“, später „Rinksche Mühle“, welche 1944 Opfer des Bombenangriffs wurde.

Die „Neue Hütte“ wurde um 1900 stillgelegt und zu einem Kupferwalzwerk umgebaut.

Ab 1900 Entwicklung zur blechverarbeitenden Industrie

Neben dem Bergbau begann mit Beginn des neuen Jahrhunderts eine blechverarbeitende Industrie zu entwickeln. Um den Bedarf der Nebenerwerbslandwirte und als Zulieferer der örtlichen Industrie zu decken, siedelten sich einige Schmiede an.

Heute ist der Ortsteil Neunkirchen mit aktuell rund 3.750 Einwohnern nicht nur größter Ortsteil und Namensgeber der Gemeinde, sondern auch Zentrum mit Rathaus, Grundschule, Bürgerzentrum und Bibliothek sowie zahlreichen Einzelhändlern und einem Ärztehaus.

Der Heimat- und Verschönerungsverein beteiligt sich aktiv am Ortsgeschehen und ist Träger des Heimatmuseums, mit angegliederter Ostdeutscher Heimatstube, in der regelmäßig Sonderausstellungen mit örtlichem Bezug stattfinden. Weitere Infos finden Sie beim Heimat und Verschönerungsverein Neunkirchen .

Der Ortsteil Salchendorf

Erste Erwähnungen des Namens in Zusammenhang mit Bergbau und Grubentätigkeiten gehen bis ins erste Drittel des 18. Jahrhunderts zurück.

1962 wurde die Grube "Pfannenberger Einigkeit", die mit einer Teufe (bergmännisch für "Tiefe") von rund 1.300 Metern zeitweilig die tiefste Eisenerzgrube Europas war, als letztes Bergwerk im Altkreis Siegen geschlossen.

Neben dem Bergbau spielte die Verhüttung in der Geschichte Salchendorfs eine wesentliche Rolle. Die erste Salchendorfer Hütte lag laut Gemarkungsnamen am Arbach und wurde um 1700 stillgelegt.

Der auf dem Pfannenbergskopf als Aussichtsturm errichtete ehemalige Förderturm der Erzgrube und der Hüttenweiher neben dem Familienbad sind zwei der heute noch sichtbaren Relikte aus dieser alten Zeit.

Heute stellen die in Salchendorf angesiedelten weltbekannten Unternehmen einen großen Teil aller Arbeitsplätze in der Gemeinde.

Mit dem Familienbad Freier Grund befindet sich im Ortsteil Salchendorf ein beliebtes Freizeitbad. Auch die unmittelbar angrenzende Sport- und Freizeitanlage Ludwigseck mit neuem Kunstrasenplatz ist Anlaufstelle für viele Bürgerinnen und Bürger.

Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortsteils zählen die etwa 300 Jahre alte Königs- oder Schäfereiche im Hofstätter Wald, das über die Landesgrenzen hinaus bekannte Besucherbergwerk „Wodanstolln“, der Bergmannspfad, die intakte Dorfschmiede und das Heimathaus „Haus Henrichs“ im alten Ortskern. Das Haus wurde unter Verwendung der Fachwerkkonstruktion eines ehemals in Emmerichenhain (Westerwald) stehenden Hauses nach einer verheerenden Brandkatastrophe im Jahr 1752 wieder aufgebaut. Neben einem Trauzimmer, in dem sich Paar das „Ja-Wort“ geben können, dient das Haus mit seinen beeindruckenden Gewölbekeller als Begegnungsstätte und Veranstaltungsort.

Ein aktiver Heimatverein kümmert sich um die Pflege des Brauchtums und Sehenswürdigkeiten sowie die Interessen der Dorfgemeinschaft. Weitere interessante Informationen hierzu erhalten Sie auf der Homepage des Heimatvereins.

Der Ortsteil Altenseelbach

Neunkirchens Ortsteil Altenseelbach gehört wohl zu den ältesten Siedlungen des Freien Grundes und verdankt seinen Namen dem Selbach, der unterhalb des 517,5 Meter hohen Hohenseelbachs Kopfs entlangfließt.

Bereits im 18. Jahrhundert wurde in Altenseelbach nach Eisenerz gegraben. Von Bedeutung waren neben einigen kleinen vor allem die drei großen Gruben: Große Burg, Lohmannsfeld und Silberart.

Mit dem Gewerbegebiet Daadenbach ist in Altenseelbach eine aufstrebende und moderne Industrieansiedlung beheimatet, die laufend weiter wächst.

Orte des gemeinschaftlichen und kulturellen Lebens sind das Dorfgemeinschaftshaus sowie das sehr detailgetreu und in vielen Stunden ehrenamtlichen Engagements liebevoll renovierte und restaurierte Haus Toni Weber im alten Ortskern.

Neben Lesungen, Ausstellungen, Vorträgen, Musik- oder Kabarettabende und persönlichen Feierlichkeiten kann sich auch im Trauzimmer oder Gewölbekeller im Haus Toni Weber das "Ja-Wort" gegeben werden. Weitere Infos unter: www.haus-toni-weber.de.

Der Ortsteil Struthütten

Der Hohenseelbachskopf

Der Hohenseelbachskopf ist ein Lavadom, auf dem sich ursprünglich eine große Basaltkuppe befand. Um 1350 wurde auf dieser Basaltkuppe eine Burganlage von der Adelsfamilie „von Seelbach“ errichtet und kurze Zeit später wieder völlig zerstört.
Im Zuge der Industrialisierung wurde die Kuppe zusammen mit den letzten Resten der Burgruine fast vollständig abgetragen. Heute befindet sich dort noch ein großer Krater mit Resten der hohen Basaltsäulen.

Die Malscheid (auch Mahlscheid)

In unmittelbarer Nähe zum Hohenseelbachskopf liegt grenzübergreifend auf den Gebieten der Gemeinde Neunkirchen und der Stadt Herdorf-Daaden das Naturschutzgebiet Mahlscheid.

Ursprünglich war auch die Malscheid durch eine Basaltkuppe geprägt. Diese wurde jedoch abgetragen. Der entstandene Krater füllte sich mit Wasser, wodurch der einzigartige Silbersee entstand.

Das Gebiet steht nicht nur wegen der beeindruckenden Steilwände und Terrassen, sondern insbesondere auch wegen der dort angesiedelten Tier- und Pflanzenarten unter Naturschutz. Um die Schönheit und Seltenheit des Gebietes auch außerhalb der Brutzeit und Vegetationsruhe sicherzustellen, gilt dort ein generelleres Betretungsverbot.

In der Freizeit- und Grillanlage im Kunstertal finden jährlich Backes- und Familienfeste, Sonntagscafés und viele andere Veranstaltungen statt.

Weitere interessante Informationen zum Ortsteil Struthütten finden Sie auf der Homepage des Heimatvereins Struthütten.

Der Ortsteil Wiederstein

Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Neunkirchen mit rund 717 Einwohnern liegt an der Grenze zu Burbach.

In der Ortsmitte befindet sich die aus dem Jahr 1759 stammende ehemalige Kapellenschule. Bis 1953 hatte hier die Dorfschule ihr Domizil. Nach einer grundlegenden Gebäudesanierung nahm sich der Heimat- und Verschönerungsverein Wiederstein des historischen Gebäudes an, in dessen Räumen eine umfangreiche Sammlung mit allerlei Gebrauchsgegenständen des dörflichen Lebens ab dem 19. Jahrhundert besichtigt werden kann.

Großer Baumschulgarten und Streuobstwiese

Mehr als 50 Baum- und Straucharten beherbergt der in den 1970er Jahren angelegte Baumschulgarten. Darüber hinaus liegt in Wiederstein eine große Streuobstwiese mit mehr als 80 alten Apfel- und Birnbäumen.

Weitere interessante Informationen zum Ortsteil Wiederstein finden Sie auf den Seiten des Heimatvereins.

Der Ortsteil Zeppenfeld

Im Laufe der Zeit sind zum Namen des Ortsteils Zeppenfeld unterschiedliche Theorien aufgestellt worden. Die wahrscheinlichste - aber auch überraschendste - Theorie ist, den Namen Zeppenfeld mit dem Weinbau in Verbindung zu bringen.

Im 13. Jahrhundert beherrschten die Adeligen von Seelbach den hiesigen Raum. In einer Urkunde aus dem Jahre 1270 heißt es: „...das ich, Johannes, Ritter von Sellebach [...] in den Äckern und Weinbergen innehatten…“.

Hinzu kommt ein Hinweis von Dr. Achenbach (1798), der von „...herrschaftlichen Weinbergen und Weihnzehnten im Siegenischen und Dillenburgischen...“ schreibt.

Die heutige Gemeinde Neunkirchen, einschließlich Zeppenfeld, liegt genau dazwischen.

Dem „Deutschem Wörterbuch“ der Brüder Grimm von 1852 ist zu entnehmen, dass die frühere Bezeichnung für „Traube“ das Wort „Zepfe“ ist (mundartliche „Zeppe“)

Leider fehlt trotz vieler Hinweise bislang der urkundliche Beweis, der den Anbau von Weinreben im Mittelalter bestätigt.

Bergbau

Auf die Gruben in der Gemarkung - Aurora, Leonore und Hellertal - finden sich erst 1814 die ersten Hinweise. Sie förderten Bleiglanz, Zinkblende, Kupferkies sowie vereinzelt Rotgiltigerz und Rotspat und wurden 1918 von der Salchendorfer Grube Pfannenberger Einigkeit übernommen.

Schloss Zeppenfeld

In der Mitte Zeppenfelds befindet sich das Schloss der Adeligen „von Selbach-Zeppenfeld“. Die Geschichte des mittlerweile in Privatbesitz befindlichen Gebäudes kann bis ins Jahr 1378 zurückverfolgt werden, in dem Friedrich von Seelbach, genannt Zepinveld, als erster Besitzer des Schlosses genannt wurde. 1492 sprach man den Rittern zu Zeppenfeld die Gerichtsbarkeit. Im 16. Jahrhundert wurde die Hälfte des Adelsbesitzes aufgrund vieler Spaltungen durch Erbschaften und Heiraten verkauft.

1739 starb mit Johann Konrad Wilhelm von Selbach schließlich der letzte Erbe des Zeppenfelder Geschlechts. Um das Erbe brach Streit aus, da mehrere Verwandte Besitzansprüche anmeldeten. 1757 wurde der Besitz schließlich an den Prinzen von Nassau-Oranien verkauft. Bis 1876 wohnten Verwandte der „Selbach“-Linie im Schloss, zwei Jahre später kaufte die Gemeinde einen Teil des Gebäudes und richtete dort Klassenräume ein. Der Rest ging in den Besitz von Privatleuten über. Heute erinnert nur noch die äußere Fassade an vergangene Zeiten und die Geschichte der Adelsgeschlechter von Selbach-Zeppenfeld.

Heimatverein

Der Ortsteil Zeppenfeld verfügt über einen aktiven Heimatverein, der sich in vielen Bereichen für den Ort einsetzt. So zeichnet er u.a. verantwortlich für die Pflege des Kreisels, der von den Heimatfreunden der Jahreszeit entsprechend dekoriert wird und für viele Bürger*innen zu einem Identifikationsobjekt geworden ist. Unter: www.heimatverein-zeppenfeld.de finden Sie weitere interessante Informationen.

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