Aktuelle Verkehrssituation in Neunkirchen
Die Gemeinde Neunkirchen reagiert mit großer Sorge auf die derzeit erheblichen Verkehrsbehinderungen im Gemeindegebiet und auf den Zufahrtsstrecken aus Richtung Siegen, Wilnsdorf und Burbach.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger berichten seit gestern von massiven Einschränkungen und erheblichen Zeitverlusten auf dem Weg zur Arbeit und im Alltagsverkehr. Die Belastung für die Bevölkerung ist aktuell sehr hoch.
Auslöser der aktuellen Verschärfung ist das Zusammentreffen zweier verkehrlich bedeutsamer Baustellensituationen. Auf einer Hauptverkehrsachse von Siegen über die Schränke nach Neunkirchen besteht weiterhin eine Vollsperrung. Diese Sperrung hätte nach ursprünglicher Planung bereits aufgehoben sein sollen. Stattdessen ist die Zufahrt inzwischen lediglich wieder über einen kleineren Bypass in Richtung Siegen-Eisern eingeschränkt möglich.
Vor diesem Hintergrund war die Baustelle am Kreisverkehr in Neunkirchen-Salchendorf ursprünglich so terminiert worden, dass die Verbindung über die Schränke wieder zur Verfügung steht. Für den Bereich des Kreisverkehrs war vorgesehen, den Verkehr mittels Ampelschaltung einspurig zu führen und die unvermeidbaren Verzögerungen damit in einem vertretbaren Rahmen zu halten.
Da die Vollsperrung auf der anderen Strecke jedoch weiterhin besteht und es dort zu Verzögerungen im Bauablauf gekommen ist, hat sich die Verkehrssituation deutlich zugespitzt. Für diese Baustelle ist der Landesbetrieb Straßen.NRW zuständig. Die Gemeinde Neunkirchen steht deshalb aktuell in enger Abstimmung mit der zuständigen Behörde und sucht mit Nachdruck nach einer tragfähigen Lösung, um die Belastungen für die Neunkirchener Unternehmen und die Bevölkerung schnellstmöglich zu reduzieren. Gegenstand der Gespräche ist insbesondere die Frage, ob es eine Möglichkeit gibt, die Strecke über die Schränke früher als geplant wieder befahrbar zu machen, um eine zusätzliche Zufahrtsmöglichkeit nach Neunkirchen zu bieten.
Eine Verschiebung der Baustelle am Kreisverkehr in Salchendorf ist hingegen nach derzeitigem Stand nicht möglich. Dort sind Spezialfirmen eingesetzt, die über besondere fachliche Expertise für die anstehenden Arbeiten an den Brückenbauwerken verfügen und langfristig eingeplant wurden. Die Gewerke sind miteinander verwoben und können nur in Gänze fortgeführt werden. Würde diese Maßnahme nun gestoppt, müsste nach aktuellem Stand damit gerechnet werden, dass sich die Gesamtbaustelle dann um mehrere Monate verlängert. Daneben ist bei einem Baustellenstopp mit erheblichen Zusatzkosten zu rechnen, weil die aktuell im Einsatz befindlichen Spezialfahrzeuge und -werkzeuge entsprechend länger im Einsatz sein müssten.
Die Gemeinde Neunkirchen ist sich der angespannten Lage und der erheblichen Verärgerung in der Bevölkerung bewusst. Gemeinsam mit den beteiligten Stellen wird weiter mit Hochdruck daran gearbeitet, kurzfristig eine tragfähige Lösung zu erreichen. Die Gemeinde wird dann erneut informieren.