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INSEK Neunkirchen 2020


Um die städtebaulichen Missstände in der Ortsmitte von Neunkirchen zu beseitigen, hat die Gemeinde Neunkirchen im Jahr 2020 Fördermittel beantragt. Grundlage hierfür waren die Entwicklung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (INSEK) sowie die Erstellung eines städtebaulichen Rahmenplanes für die Ortsmitte der Gemeinde Neunkirchen.

Die Verwaltung hat gemeinsam mit dem Büro Loth Planung + Stadtentwicklung aus Siegen über den Sommer 2019 hinweg das Konzept und die Planung entwickelt. Begleitet wurde der gesamte Prozess von einem Lenkungsausschuss, dem Vertreter aus Politik und Verwaltung angehören.

  • Die Auftaktveranstaltung fand am 10. Juli 2019 in der Turnhalle der Grundschule Neunkirchen mit über 80 interessierten Bürgerinnen und Bürgern statt, die sich direkt aktiv mit Ideen und Anregungen einbrachten.
  • Im Anschluss wurde 18. Juli bis 22. August 2019 ein Ideenmarkt in der Fahrradwerkstatt am Rathausvorplatz angeboten. Hier konnten Interessierte erste Planungen einsehen, sich informieren und auch Projektideen formulieren.
  • Daneben bestand auch die Möglichkeit, seine Ideen schriftlich einzureichen. Und für alle diejenigen, die sich digital einbringen wollten, gab es Möglichkeit, ihre Anregungen über eine Karte grafisch zu verorten und zu benennen. In Form einer interaktiven Karte auf der Projekthomepage konnte man seine Wünsche und Anregungen auf einem Luftbild verorten.
  • Das Konzept wurde am 25. November 2019 im Otto-Reiffenrath-Haus vor über 70 Interessierten vorgestellt. Hier hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, die Pläne zu sichten und weitere Anregungen zu geben.

Über diese verschiedenen Wege der Bürgerbeteiligung wurden über 200 Ideen geäußert, welche in den sechs Handlungsfeldern Städtebauliche Entwicklung, Ortsbild und Gebäude, Versorgung und Vernetzung, Verkehr und Mobilität, Natur-, Klima- und Umweltschutz sowie Freizeit und Erholung zugeordnet und ausgewertet wurden. Aus diesen Ideen wurde eine Maßnahmentabelle erstellt, welche als Grundlage für den städtebaulichen Rahmenplan dient. Ein damit verknüpfter Maßnahmenkatalog beinhaltet neben der Nennung der Einzelmaßnahmen einen Zeithorizont zur Realisierung der Maßnahmen. Bei dem Inhalt des ausgearbeiteten Rahmenplanentwurfs handelt es sich um Planungen mit einem u.a. langfristigen Zeithorizont, welche teilweise losgelöst von den heutigen Eigentumsverhältnissen sind.

Die Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (INSEK) und der damit verknüpften Erstellung des städtebaulichen Rahmenplans sind Voraussetzung für den Abruf möglicher Städtebaufördermittel und Grundlage für Gespräche mit potenziellen Investoren. Das Konzept wurde in seiner Endfassung in der Ratssitzung am 16. Dezember 2019 beschlossen und der Bezirksregierung in Arnsberg vorgelegt. Im darauffolgenden Jahr wurden Städtebaufördermittel für die Umsetzung aller Maßnahmen in Höhe von rund 10,3 Mio. Euro zuwendungsfähige Gesamtausgaben beantragt. Die Bewilligung erfolgte im Juni 2021. 

Den Rahmenplan und eine Übersicht aller INSEK-Maßnahmen finden Sie im Download-Bereich dieser Seite. 

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