Donnerstags im Dorf
Austausch über aktuelle Themen mit der Verwaltung
Bürgermeister Marco Schwunk hat mit seinem Team im Jahr 2025 im Rahmen der Reihe "Donnerstags im Dorf" jeden Ortsteil besucht, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Dabei informierte die Gemeindeverwaltung über aktuelle und anstehende Projekte. Es bestand die Möglichkeit, Fragen zu stellen und in einen Austausch zu kommen. Zusätzlich konnten an den sechs Terminen persönliche Rücksprachen mit Bürgermeister Marco Schwunk vereinbart werden.
Auftakt in Altenseelbach
Im September 2021 hatte im Rahmen der Dorfgespräche ein intensiver Austausch zwischen der Gemeindeverwaltung und den Altenseelbacher Bürgern stattgefunden. Im Fokus der Gespräche stand die Entwicklung des Ortsteils. Welche Plätze oder Bereiche in Altenseelbach haben Potenzial? Wo besteht Optimierungsbedarf? Welche Möglichkeiten gibt es, den Ort sicherer und attraktiver zu gestalten? Am Ende der Gespräche stand eine lange Liste mit Ideen und Verbesserungsvorschlägen.
Nun hatte die Gemeindeverwaltung erneut alle Interessierten eingeladen, um über den Stand der Entwicklung im Ortsteil zu informieren und neue Anregungen aufzunehmen. Mehr als 20 Bürger machten sich zunächst gemeinsam mit Marco Schwunk auf einen informativen Spaziergang durch den Ort.
Zurück im Haus Toni Weber gab Marco Schwunk einen Überblick über den allgemeinen Sachstand des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK) und die bisher verwirklichten Maßnahmen in Neunkirchen. Anschließend informierte Sylvia P. Heinz, Leiterin der Stabsstelle Regionale Entwicklung, über die Projekte aus den Ortsteilgesprächen in Altenseelbach.
Einige Anregungen konnten inzwischen angepackt werden: So kümmert sich etwa der Heimatverein Altenseelbach um die Aufwertung der Fläche am Wappenstein und wird dabei vom örtlichen Bauhof unterstützt. Das Nadelöhr am Tunnel wurde inzwischen mit einer effektiven Beleuchtung versehen, auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h wurde angeordnet.
Zu den zentralen Forderungen der Bürger zählte auch ein Parkraumkonzept für die Kindertagesstätten. Um sich ein Bild machen zu können, zeigte Sylvia Heinz anhand einer Karte die Problematiken und mögliche Lösungen auf. Die Auffahrt zur Einrichtung wird beim Holen und Bringen der Kinder zu einer Engstelle, diese Situation soll aufgelöst werden.
Am ehemaligen Freibad in Altenseelbach steht eine umfangreiche Renaturierungsmaßnahme bevor. Auch diese Idee geht auf die Dorfgesprächen 2021 zurück. Umwelt- und Klimaschutzberater Matthias Jung stellte die Planungen vor. Besonders positiv für die Akteure: Die Maßnahme kann komplett aus Ersatzmitteln für Ausgleichsmaßnahmen des Kreises Siegen-Wittgenstein finanziert werden.
„In den vergangenen Monaten haben wir eine Reihe von Maßnahmen angestoßen, den Ort weiter aufzuwerten“, so Bürgermeister Marco Schwunk. „Die Bürger haben natürlich auch weiterhin die Möglichkeit, sich in die Weiterentwicklung ihres Ortsteils einzubringen, denn die Entwicklung der Ortsteile ist mir ein wichtiges Anliegen.“
Zweiter Termin in Neunkirchen
Am 8. Mai 2025 fand unter sehr guter Beteiligung die zweite Veranstaltung der Reihe "Donnerstags im Dorf" in Neunkirchen statt. Bei einem Rundgang gaben Bürgermeister Marco Schwunk sowie die zuständigen Fachbereichsleiter und Mitarbeiter Einblicke in den Planungs- und Umsetzungsstand verschiedener Bauprojekte.
- Zunächst skizzierte Michael Hester den Fortgang der Arbeiten auf dem Rathausplatz, ehe Maik Dörner berichtete, dass die Gemeinde Neunkirchen kürzlich das Sparkassengebäude erworben hat und dort nach dem Umzug des Kreditinstituts auf den Rathausplatz das Bürgerbüro und die Bibliothek unterbringen sowie ein Trauzimmer etablieren möchte. Auch die Polizei wird dort ein Büro erhalten. Zudem wird angestrebt, im AOK-Gebäude ein Kommunalarchiv einzurichten. Ein Teil des Bürogebäudes soll abgerissen werden, um den Durchgang von der Bahnhofstraße zur „neuen Ortsmitte“ zu öffnen.
- Am ehemaligen Talbahnhof veranschaulichte Claas van der Zwaag, wie dieser Bereich zum südlichen Eingangstor zum Rathausquartier qualifiziert werden soll. Wesentlicher Bestandteil der Planung ist neben einer optischen Aufwertung die Bündelung von Mobilitätsangeboten. Dort sollen durch die Schaffung von Radinfrastruktur und Parkmöglichkeiten sowie der nahegelegenen ÖPNV-Haltestelle mehrere Verkehrsträger miteinander verknüpft werden.
- Am Hellergarten wird rund um den Backes die Aufenthaltsqualität erhöht. Sylvia Heinz betonte, dass aufgrund der notwendigen Verlegung neuer Frischwasserleitungen ohnehin der Asphalt aufgehoben werden müsse und es sich daher anbiete, den Bereich in diesem Zuge aufzuwerten. Geplant sind hauptsächlich straßenbegleitende Spiel- und Sitzmöglichkeiten sowie Begrünung.
- Zudem wurde die Aufenthaltsqualität des Dorfplatzes an der Kirchstraße im historischen Ortskern erhöht. Ein neuer Brunnen, Sitzmöglichkeiten, frisch bepflanzte Beete, sanierte Mauern und Pflaster sowie eine Spielebox für Familien mit Kindern sorgen für ein nettes Ambiente.
- Die letzte Etappe des Rundgangs führte zur ehemaligen Grundschule. Dort soll ein Park entstehen. Hierfür ist es notwendig, sowohl das Grundschulgebäude als auch die Turnhalle abzureißen. Ein entsprechender Förderantrag wurde bereits fristgerecht zum 30. April gestellt. Als Kompensation soll eine neue Turnhalle auf dem Kramberg in Salchendorf gebaut werden. Vertreter des VTV Freier Grund äußerten die Sorge, dass durch den Wegfall der Turnhalle zukünftig Kurse ausfallen müssen. Sie baten darum, die Interessen des Sportvereins zu wahren und hierfür Lösungen zu suchen.
Anschließend wurden die genannten Maßnahmen im Otto-Reiffenrath-Haus bei einem Imbiss nochmals vertiefend besprochen und dazugehörige Skizzen und Visualisierungen gezeigt.
Salchendorf: Kramberg im Fokus
Nach Altenseelbach und Neunkirchen war am 12. Juni 2025 der Ortsteil Salchendorf an der Reihe. Im Fokus stand dabei insbesondere die geplante Entwicklung des Quartiers „Kramberg“. Deshalb trafen sich die rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung auch bei der dortigen Turnhalle. Mit dabei war auch Christine Loth (Loth Stadtplanung + Städtebau) mit ihrem Team. Sie wird die Verwaltung bei der Planung und Konzeption des Projekts unterstützen.
Im Rahmen seiner Begrüßung verdeutlichte Bürgermeister Marco Schwunk, dass in diesem Bereich in den nächsten Jahren einiges zu tun sein wird. So sollen neue Räumlichkeiten für die OGS (Offene Ganztagsschule) entstehen. In Abhängigkeit von der Finanzierbarkeit und den erforderlichen politischen Beschlüssen ist es zudem geplant, die in die Jahre gekommene Turn- und Schwimmhalle abzureißen und an gleicher Stelle den Neubau einer Zweifach-Turnhalle zu realisieren. Diese soll auch als Kompensation für den Wegfall der Turnhalle in der Ortsmitte von Neunkirchen dienen, an deren Stelle ein Klimapark entstehen soll. Auch die Außenanlagen sollen umgestaltet werden. Der Wunsch nach der Entwicklung eines Mehrgenerationenparks auf dem Kramberg war bereits bei den vorangegangenen Ortsteilgesprächen von den Salchendorfern geäußert worden und kann nun mitberücksichtigt werden. Schon jetzt wird das Gelände von Grundschule und Kindergarten rege genutzt und der Spiel- und Bolzplatz lockt viele Kinder aus dem Ort an.
Nach einem Rundgang, bei dem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer u.a. den umgestalteten „Coolen Schulhof“ und die Hol- und Bringezone der Grundschule angeschaut hatten, ging es ins Haus Henrichs. Dort stellte Sylvia P. Heinz, Leiterin der Stabsstelle Regionale Entwicklung, einige Maßnahmen vor, die seit dem Ortsteilgespräch im Jahr 2021 umgesetzt wurden. So wurden der Spielplatz am Wodanstolln modernisiert und der Schulhof der Grundschule für knapp eine halbe Million Euro entsiegelt sowie mit neuen Spielmöglichkeiten versehen. Ordnungsamtsleiter Simon Meyer erläuterte die Aktivitäten der Gemeinde im Rahmen der Schulwegsicherung und Michael Hester, Fachbereichsleiter Bauverwaltung/Tiefbau, berichtete über den Neubau des Kreisverkehrs am Familienbad sowie weitere Straßenbaumaßnahmen.
Anschließend sammelten Verwaltungsangestellte, Stadtplaner und Bürger gemeinsam Ideen für den Kramberg. Diese werden nun gebündelt und im weiteren Verlauf soweit möglich berücksichtigt.
Rege Beteiligung in Struthütten
Die Struthüttener wünschen sich zentrale Orte, an denen sie zusammenkommen können, um das Miteinander im Dorf zu beleben. Das wurde vergangene Woche beim sehr gut besuchten Beteiligungsformat „Donnerstags im Dorf“ deutlich.
Bedingt durch die Topographie liegen Treffpunkte wie das vom Heimatverein mit viel Engagement gepflegte Kunstertal sowie das Schützenhaus weit außerhalb des Ortskerns. Damit sind sie gerade für ältere Menschen fußläufig nur schwer erreichbar. Seit dem Umzug der Grundschule auf den Rassberg vor drei Jahren steht das ehemalige Schulgebäude leer. Auch der umgebende Platz könnte in seiner Funktionalität aufgewertet werden. Bereits rege genutzt werden hingegen von den Struthüttenern die angrenzende Turnhalle und der benachbarte Bolzplatz.
Nachdem es bei den bisherigen Veranstaltungen im Rahmen von „Donnerstags im Dorf“ stets einen Spaziergang durch die Ortsteile gegeben hatte, konzentrierte sich das Format diesmal ganz auf die Struthüttener Mitte. Bürgermeister Marco Schwunk ordnete zunächst ein, warum sich an dieser Stelle seit dem Wegzug der Schule noch nichts getan hat. Einerseits sei bereits im Februar 2022 der Ukraine-Krieg ausgebrochen und die Turnhalle hätte in der Folge als Notunterkunft freigehalten werden müssen. Außerdem habe es Interesse von Seiten externer Nutzer am Grundschulstandort gegeben. Dies habe sich jedoch letztlich nicht weiter konkretisiert. Daher wolle man sich nun auf den Weg machen und erste Ideen für die Umgestaltung des Struthüttener Zentrums sammeln. Mit einer Umsetzung – auch das verschwieg Marco Schwunk nicht – sei jedoch ganz kurzfristig nicht zu rechnen.
Anschließend stellten Michael Hester (Fachbereichsleiter Bauverwaltung / Tiefbau), Simon Meyer (Fachbereichsleiter Ordnung / Bürgerdienste) sowie Boris Edelmann (Stabsstelle Regionale Entwicklung) die Maßnahmen vor, die seit dem Ortsteilgespräch 2021 in Struthütten umgesetzt worden waren. Danach teilten sich die mehr als 40 Teilnehmer in drei Arbeitsgruppen auf und machten sich Gedanken über eine Aufwertung des Bolzplatzes, über die zukünftige Gestaltung des Dorfplatzes und über die Zusammenarbeit der Vereine sowie die Nutzung der Mehrzweckhalle. Die Struthüttener brachten jede Menge gute Ideen mit, sodass sich die Ergebnisse am Ende des Tages sehen lassen konnten. Diese wird nun das Büro Loth Städtebau + Stadtplanung aus Siegen strukturieren und dokumentieren. „Die Ideensammlung fließt in die weiteren Planungen für das Areal ein“, erklärte Marco Schwunk abschließend, betonte jedoch auch, dass die Umsetzung abhängig von politischen Beschlüssen und der Finanzierbarkeit sei. Er hoffe jedoch, dass erste kleinere Maßnahmen – etwa am Bolzplatz – bereits kurzfristiger realisiert werden könnten.
Weiterhin im Austausch bleiben möchten derweil auch die Aktiven der örtlichen Vereine, bei denen die Idee zur Bildung eines Arbeitskreises aufkam. Dieser könnte perspektivisch gemeinsame Veranstaltungen planen und neue Ideen umsetzen sowie die Möglichkeit zur Mitwirkung für alle Struthüttener bieten. Räumlichkeiten für Heimat- und Vereinsabende könnten – ginge es nach den Vereinsmitgliedern – am Standort der Mehrzweckhalle und der ehemaligen Grundschule geschaffen werden.
Geselliges Beisammensein in der Kapellenschule
Ein ebenso gemütliches wie informatives Beisammensein fand anlässlich der Reihe „Donnerstags im Dorf“ in der Kapellenschule Wiederstein statt. Knapp 40 interessierte Einwohnerinnen und Einwohner des Ortsteils hatten sich dort eingefunden, um sich von Bürgermeister Marco Schwunk und seinem Team über aktuelle Maßnahmen und Projekte in der Gemeinde Neunkirchen und insbesondere in Wiederstein informieren zu lassen.
Zunächst warf Marco Schwunk einen Blick zurück auf die vergangenen Termine und Themen der Veranstaltungsreihe. So erhielten die Anwesenden einen guten Überblick über das, was in den anderen Ortsteilen geschieht. Auch einige Projekte mit Relevanz für das gesamte Gemeindegebiet kamen zur Sprache – darunter die städtebauliche Neugestaltung der Ortsmitte von Neunkirchen, deren Fertigstellung am Samstag, 9. Mai 2026, mit einem großen Fest gefeiert werden soll.
Danach stellte Sylvia Heinz, Leiterin der Stabsstelle Regionale Entwicklung, einige Maßnahmen vor, die in den vergangenen Jahren in Wiederstein umgesetzt wurden. Nachdem sich der SuS Wiederstein mit neuem Vorstand wiederbelebte und inzwischen etwa 150 Mitglieder zählt, gab es mehrere Gespräche über eine Aufwertung des Sportheims und des ehemaligen Fußballplatzes. Infolgedessen konnte die alte Heizungsanlage dank einer Westenergie-Förderung ausgetauscht werden. Außerdem baute der SuS gemeinsam mit der Dorfjugend und finanzieller Unterstützung der Gemeinde den baufälligen Holzschuppen direkt am Sportplatz um und verpasste dem Sportheim einen neuen Anstrich. Der Sockel soll noch in diesem Jahr erneuert werden. Eine engagierte Gruppe von Wiedersteinern wollte zudem einen Pumptrack für Kinder im hinteren Bereich des Fußballplatzes bauen. Dieses Vorhaben wurde vorerst wegen des geplanten Baus eines Mobilfunkmasts verschoben, soll aber beizeiten weiterverfolgt werden.
Im kommenden Jahr sollen im Bereich „Tourismus“ einige Maßnahmen wie die Schaffung neuer Wanderparkplätze umgesetzt werden. Auch der Luisenpfad soll inspiziert und wo nötig instandgesetzt werden. Zudem ist die Entwicklung neuer Flyer geplant. Revitalisiert werden soll auch der oberhalb des Luisenpfades gelegene Schulwald.
Michael Hester ergänzte als Fachbereichsleiter Bauverwaltung/Tiefbau, dass das Pflaster auf dem Holzplatz angeglichen wurde und ein umfassender Heckenpflegeschnitt erfolgt sei. Die Beete sollen 2026 neu bepflanzt werden. Ein alternativer Standort für die dort befindlichen Container wurde geprüft, aber leider erwiesen sich alle Alternativstandorte als nicht umsetzbar. Außerdem wies er darauf hin, dass in Zeppenfeld entlang der Frankfurter Straße die Wasserleitung erneuert werden muss. Hierzu werden abschnittsweise einseitige Sperrungen mit Ampelregelung erforderlich sein. Die Maßnahme soll nach erfolgter verkehrsrechtlicher Anordnung noch in diesem Jahr beginnen. Des Weiteren wurden auf dem Spielplatz beim Dorfgemeinschaftshaus Spielgeräte ausgetauscht, Bäume zwecks Beschattung gepflanzt sowie der Boden angepasst und neu eingesät. Aktuell soll noch eine Schaukel erneuert werden.
Damit war die Überleitung zum für viele Anwesende wichtigsten Punkt des Tages erfolgt: dem abgängigen Dorfgemeinschaftshaus. Bürgermeister Marco Schwunk erklärte hierzu, dass – vorbehaltlich politischer Beschlüsse und Finanzierbarkeit – der gesamte Gebäudekomplex abgerissen und neu gebaut werden soll. Wenn möglich, sollen hierzu Fördermittel akquiriert werden, um den kommunalen Anteil an den Gesamtkosten möglichst niedrig zu halten. Sanierungskonzepte und Teilabriss seien geprüft worden und hätten sich als nicht tragfähig erwiesen. Die Planung soll nächstes Jahr erfolgen, der Abriss und Neubau dann voraussichtlich 2027. Für den Kindergarten ist in Abstimmung mit dem neuen Träger, dem AWO-Kreisverband Siegen-Wittgenstein/Olpe, eine vorübergehende Containerlösung vorgesehen. Im Zuge der Planungen zum Neubau des Dorfgemeinschaftshauses sollen die Wiedersteiner die Gelegenheit erhalten, Wünsche, Anregungen und Ideen für die künftige Nutzung einzubringen.
Abschluss in Zeppenfeld
Mit einem lebendigen und informativen Abend im Dorfgemeinschaftshaus in Zeppenfeld fand letzte Woche die Veranstaltungsreihe „Donnerstags im Dorf“ ihren Abschluss. Bürgermeister Marco Schwunk und sein Team besuchten im Laufe dieses Jahres jeden Ortsteil der Gemeinde Neunkirchen, um Bürgerinnen und Bürgern einen umfassenden Einblick in aktuelle Projekte und Maßnahmen im Gemeindegebiet zu geben.
„Die Zeppenfelder mögen alphabetisch die Letzten gewesen sein, doch das erweist sich nun auch als Vorteil“, erklärte Bürgermeister Marco Schwunk augenzwinkernd vor den rund 40 anwesenden Personen. „Sie haben dadurch die Möglichkeit, heute auch über die Themen der anderen Ortsteile informiert zu werden.“
Besonders lobte er die Arbeit des Heimatvereins Zeppenfeld, dessen innovative Projekte die Attraktivität des Ortsteils in den letzten Jahren maßgeblich gesteigert haben. Dazu zählen unter anderem die Riesenbank, der Kinderweg mit Kletterfelsen, die Rastanlage Breitenbach mit Holzkugelbahn und Holzeisenbahn sowie der virtuelle Dorfrundgang. „Die Arbeit des Heimatvereins zeigt eindrucksvoll, wie viel Engagement und Kreativität in unserer Gemeinde steckt, und hat auch Wahrnehmung weit über die Gemeindegrenzen erreicht“, lobte Schwunk.
Im weiteren Verlauf des Abends informierte der Bürgermeister über zentrale Entwicklungsfelder in der Gemeinde, darunter die städtebauliche Umgestaltung der Ortsmitte von Neunkirchen und den Vermarktungsfortschritt der gewerblich genutzten Erdgeschosse in den neuen Gebäuden am Rathausplatz. Stadtplaner Claas van der Zwaag präsentierte die Fortschritte im Aktivpark Rassberg, der sich von einem sanierungsbedürftigen Rasensportplatz zu einem multifunktionalen Mehrgenerationen-Spiel- und Sportplatz wandelt. Derzeit entsteht dort im vierten Bauabschnitt ein moderner Bikepark.
Michael Hester, Fachbereichsleiter Bauverwaltung/Tiefbau, erläuterte weitere wichtige Maßnahmen, die Zeppenfeld betreffen. Dazu gehören der Ausbau des Spielplatzes „Kalte Wiese“, die Erneuerung der Wasserleitung entlang der Frankfurter Straße sowie die für nächstes Jahr geplante Sanierung der Oranienstraße, die durch die Brückenbaumaßnahme stark beansprucht wurde. Derzeit ist die Westnetz noch dort tätig, um Strom- und Gasleitungen zu verlegen. Boris Edelmann, Mitarbeiter der Stabsstelle „Regionale Entwicklung“, blickte auf den erfolgreichen Hofflohmarkt zurück und dankte den mehr als 60 engagierten Privatpersonen und Vereinen für ihren Einsatz.
Die Bürgerinnen und Bürger hatten anschließend die Gelegenheit, ihre Anliegen direkt an die Verwaltung zu richten. Dabei standen verkehrliche Themen im Fokus, wie die Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit an Bushaltestellen, Probleme durch parkende Autos auf Bürgersteigen sowie die Verkehrssituation am Porzhain und im Bereich der Kantstraße/Hölderlinstraße. Auch Themen wie die Mülltrennung im Bereich der dortigen Mehrfamilienhäuser, die defekte Glocke auf dem Friedhof in Wiederstein, Parkmöglichkeiten in der Ortsmitte und pflegerische Maßnahmen an öffentlichen Flächen wurden angesprochen.
„Der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern ist für uns als Verwaltung von unschätzbarem Wert“, betonte Schwunk abschließend. „Nur durch Ihre Hinweise und Wünsche können wir die Gemeinde Neunkirchen gemeinsam weiterentwickeln und auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen.“
Der Abend klang mit einem gemütlichen Beisammensein, einem Imbiss und Getränken aus – ein gelungener Abschluss für eine Veranstaltungsreihe, die den Dialog zwischen Verwaltung und Bevölkerung weiter gestärkt hat.