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Datum: 31.07.2026

Neunkirchen bekommt ein Gemeindearchiv

Archivamt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe unterstützt mit Fördermitteln

Während die Gemeinde Neunkirchen derzeit den Umzug der Bibliothek, des Bürgerbüros und des Ordnungsamts in das ehemalige Sparkassengebäude vorbereitet, wird in den ehemaligen Räumen der AOK ein weiteres Projekt realisiert: das Archiv der Gemeinde Neunkirchen. Es soll als zentrale Anlaufstelle für die Bewahrung und Erforschung der lokalen Geschichte dienen. Dass der lange gehegte Wunsch umgesetzt werden kann, liegt nicht zuletzt am Archivamt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). Es begleitet die Gemeinde bei der Planung, Einrichtung und Digitalisierung des Archivs. Jetzt kam der Bescheid, dass es dafür Fördermittel in Höhe von rund 14.000 Euro bereitstellt. Die Mittel fließen vor allem in die „Hardware“ in Form von Regalsystemen und Schimmelsauger, Tiefkühltruhe und Kartenschrank.

„Wir sind dem LWL sehr dankbar für diese Unterstützung, die es uns ermöglicht, unser kulturelles Erbe langfristig zu sichern“, erklärt Bürgermeister Marco Schwunk.

„In unserer heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, lokalpolitische und administrative Entscheidungen für die Zukunft sichtbar, verständlich und nachvollziehbar zu dokumentieren“, ergänzt Nabil Rezgui. Bereits seit zehn Jahren ist der Archivar in der Gemeinde Burbach tätig. Aktuell plant er das Archiv in Neunkirchen und wird es nach seiner Fertigstellung betreuen. „Das Archiv soll mehr sein als nur ein Aufbewahrungsort für Akten. Es wird dazu beitragen, die Geschichte lebendig zu halten“, erklärt der Archivar.

Dazu gehören nicht nur politische Entscheidungen und Verwaltungsdokumente, sondern auch das gesellschaftliche Leben in Neunkirchen: Dorffeste, Vereinsaktivitäten, die Entwicklung öffentlicher Einrichtungen wie Bibliotheken oder Freibäder – all das soll im Archiv dokumentiert und für zukünftige Generationen bewahrt werden. „Ein Archiv ist das Gedächtnis einer Gemeinde“, betont Rezgui. „Es hilft uns, unsere Identität zu verstehen und die Entwicklungen, die unser Zusammenleben geprägt haben, nachzuvollziehen.“

Um ein möglichst vollständiges Bild der Neunkirchener Geschichte zu zeichnen, ruft die Gemeinde die Bürger dazu auf, Dokumente und Zeitzeugnisse zur Verfügung zu stellen, die das gemeinsame Leben in der Gemeinde darstellen. „Alte Fotos, Festschriften, Urkunden, Tagebücher oder Vereinsunterlagen können wertvolle Beiträge leisten“, erklärt Rezgui. „Jedes Dokument, jede Erinnerung hilft uns, die Geschichte unserer Gemeinde besser zu verstehen und zu bewahren.“

Interessierte können sich bereits jetzt an Nabil Rezgui unter n.rezgui@neunkirchen-siegerland.de wenden, um Spenden oder Leihgaben anzubieten.

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