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Datum: 22.12.2022

Grußwort des Bürgermeisters

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

vor kurzem wurde die „Zeitenwende“ von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) als Wort des Jahres 2022 gewählt. Würde ich eine Überschrift für das laufende Jahr suchen, käme der Terminus „Herausforderungen“ sicher in die engere Auswahl. Die Corona-Pandemie noch nicht überwunden, begann am 24. Februar der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Die daraus resultierende Energiepreiskrise hatte den Anstieg der Inflationsrate und somit steigende Preisen zur Folge. Das alles sind zweifellos keine guten Vorzeichen für das neue Jahr. Wir alle werden sparen, uns vielleicht sogar in Verzicht üben müssen. Und doch kann und darf es keine Lösung sein, zu resignieren und den Kopf in den Sand zu stecken. Ich halte mich lieber an die optimistische Haltung des französischen Malers Henri Matisse. „Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will“, ist er sich sicher. Von daher konzentriere ich mich auf die positiven Aspekte, die uns das Jahr gebracht hat.

Dass sich tristes Grau in ein farbenfrohes Kunstwerk verwandeln lässt, hat Julian Irlich im laufenden Jahr gezeigt. Dank öffentlichem und privatem Engagement verwandelte er fast 30 Strom- und Verteilerkästen im gesamten Gemeindegebiet in einzigartige Blickfänge. Das Projekt ist noch nicht beendet: Wer gern „Pate“ eines Stromkastens werden möchte, kann sich bei Boris Edelmann (Tel.: 02735 767-409, E-Mail: b.edelmann@neunkirchen-siegerland.de) melden. Er koordiniert das Projekt im Rathaus.

Privater Einsatz ist auch in Sachen Ehrenamtskneipe gefragt: In der Kölner Straße 211 wird derzeit gewerkelt, gebaut und an einem Namen für das Lokal gesucht. Wer eine Idee hat, kann diese dem Heimatverein Neunkirchen zukommen lassen. Wenn die Ehrenamtskneipe eröffnet wird, sehen wir uns dort bestimmt einmal auf ein Bier in geselliger Runde!
Während die Heimatfreunde drinnen ihr Werkzeug schwingen, geht es auf dem Rassberg draußen weiter: Dort soll die Freizeitfläche sukzessive ausgebaut werden: Multifunktionsfeld, Boulebahn und Beachvolleyballfeld werden schon seit Monaten von zahlreichen Sportlerinnen und Sportlern frequentiert, nun soll die Anlage um einen Aufenthaltsplatz und einige Spielgeräte erweitert werden.

Dass die Neunkircherinnen und Neunkirchener feiern können, haben sie 2022 einmal mehr unter Beweis gestellt: Die Abrissparty Anfang Mai habe ich wie einen Befreiungsschlag nach der Corona-Zeit empfunden. Tausende Menschen waren auf den Beinen, um sich zu treffen, zu tanzen und gemeinsam Spaß zu haben. Ein gelungenes Fest in der Ortsmitte, das nur dank der großen ehrenamtlichen Beteiligung zu einem solchen Erfolg werden konnte. An dieser Stelle danke ich allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich in ihrer Freizeit in einem Verein, einem Verband oder einer Institution einbringen von ganzem Herzen. Sie, liebe ehrenamtlich Engagierte, gestalten gemeindliches und gesellschaftliches Leben in Neunkirchen ganz entscheidend mit!

Großer Beliebtheit erfreute sich der Bauern- und Ökomarkt am letzten Septemberwochenende, zu dem erfahrungsgemäß viele Besucherinnen und Besucher von außerhalb den Weg in unsere schöne Gemeinde finden. Richtig viel los war schließlich auch auf dem Onnergrönner Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende. Wie wichtig soziale Kontakte und der Austausch untereinander für uns alle sind, haben diese Großveranstaltungen einmal mehr gezeigt.
Grund zur Freude gab es im Sommer: für das Bauamt, vor allem aber für mehr als 300 Schülerinnen und Schüler. Nach nur einem Jahr Bauzeit ging mit der KopernikusGRUNDschule eine der modernsten Grundschulen im gesamten Kreisgebiet an den Start. Der anfängliche Widerstand gegen die Zusammenlegung der beiden Standorte Neunkirchen und Struthütten ist inzwischen der Begeisterung über das attraktiv und zeitgemäß ausgestattete Gebäude gewichen. Mit einem großen Fest wurde das Schulgebäude im September offiziell eingeweiht.

Sie sehen: Es lohnt sich, sich die positiven Ereignisse eines Jahres vor Augen zu führen. Oder wie es Konfuzius sagen würde: „Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.“

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
positiv möchte ich auch in das kommende Jahr blicken: Im Februar empfangen wir den NRW Verkehrs- und Umweltminister Oliver Krischer. Er wird im Rahmen unseres Neujahrsempfangs für Neunkirchens Wirtschaft und Einzelhandel sprechen. Außerdem schauen wir mit Spannung auf die Ortsmitte: 2023 wird endlich abgerissen! Über alle weiteren geplanten Projekte – vom Open-Air-Kino bis zur Europäischen Mobilitätswoche, von den Kulturveranstaltungen für Groß und Klein bis zu den Angeboten für Seniorinnen und Senioren – werden wir Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden halten.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das neue Jahr Gesundheit, Zufriedenheit und Optimismus.


Herzliche Grüße
Ihr Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann

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