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Datum: 03.03.2025

Hobbygärtner aufgepasst

Saatgutbibliothek hat wieder geöffnet

Das Gartenjahr beginnt für viele Hobbygärtner mit dem Vorziehen erster Pflänzchen im Zimmergewächshaus. Von vielen Gemüsepflanzen, etwa von Tomaten, Kürbissen oder Radieschen, kann man selbst Saatgut gewinnen und im nächsten Jahr erneut kleine Pflänzchen ziehen. „Diese nachhaltige Vorgehensweise ähnelt dem Prinzip einer Bibliothek. Darum haben wir auf Leserwunsch im vergangenen Jahr in unsere Bibliothek neben Büchern auch eine kleine Saatgut-Bibliothek etabliert“, erklärt Bibliotheksleiterin Denise Meckel.

Dutzende Leser hatten neben ihrem Lieblings-Krimi, Comic oder Roman ein oder mehrere der kleinen Tütchen mitgenommen, in die das Team der Bibliothek die Samen von Zuckererbse, Chili, Rote Bete und vielen weiteren Nutzpflanzensorten gegeben hatte. Unter dem Motto: „Leihen & gedeihen“, so der Plan, sollten Pflanzen gezogen, Saatgut gewonnen und ein Teil davon wieder zurück in den Ratssaal gebracht werden. Dort ist die Bibliothek noch bis zu ihrem Umzug im kommenden Jahr Anlaufpunkt für alle Medienfans – und ab sofort auch wieder für alle, die einen grünen Daumen ihr eigen nennen.

Die ersten Tütchen mit Samen von Tomate, Malve & Co. sind bereits abgegeben worden. Diese neu gespendeten oder in den Kreislauf „zurückgegebenen“ Spenden gesellen sich zu dem angebotenen Bio-Saatgut von mehr als 20 verschiedenen Pflanzen. Das wartet nun darauf, in Gärten oder auf Balkons erneut zu schmackhaftem Gemüse oder duftenden Blumen heranzuwachsen. Bis zu drei Tütchen mit Pflanzensamen können mitgenommen und zu Hause gesät werden. Geholfen ist in der Bibliothek nicht nur den Hobbygärtnern, sondern auch jenen, die den richtigen Umgang mit Saatgut, Anzuchterde, Hochbeet, Kompost und Brennnesseljauche erst noch lernen wollen: Der Vorteil einer Bibliothek liegt schließlich darin, dass sie jede Menge Bücher und somit auch jede Menge Wissen vorhält. Wer also nicht genau weiß, wie und wann er das Saatgut am besten einbringt und versorgt, der nimmt den erklärenden Ratgeber dazu am besten gleich mit!

„Im Herbst freuen wir uns über positive Wachstumsberichte“, so Denise Meckel schmunzelnd. „Vor allem aber wäre uns damit geholfen, wenn ein Teil des Saatgutes wieder zurückgebracht wird, damit es erneut „ausgeliehen“ im kommenden Jahr in einem anderen Garten zu Leben erwachen kann.“ Wichtig sei, so die Bibliotheksleiterin, dass nur Bio- und kein hybrides Saatgut abgegeben werde.

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