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Datum: 06.02.2025

Klimaförderprogramm geht nahtlos weiter

Gemeinde Neunkirchen bietet Bürgern finanzielle Anreize beim Klimaschutz

Extremwetterereignisse, wie etwa Starkregen oder Hitzewellen, sind eine Folge des Klimawandels und treten inzwischen auch in unseren Breitengraden auf. Ein Umstieg auf E-Mobilität, der Einsatz erneuerbarer Energien und Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung sind kleine Stellschrauben, mit deren Hilfe die Auswirkungen des Klimawandels abgefedert werden können. So nehmen entsiegelte Flächen Regenwasser auf, Solarcarports oder PV-Anlagen wandeln Sonnenergie in kostenlosen Strom und Bäume CO2 in Sauerstoff um.

Bereits im vierten Jahr in Folge unterstützt die Gemeinde Neunkirchen Bürger, die Klimaschutz-Maßnahmen umsetzen. Möglich ist dies in den drei Handlungsfeldern „Mobilität“, „erneuerbare Energien“ und „Klimafolgenanpassung“. Neuanschaffungen oder Veränderungen in diesen Bereichen werden gefördert. Wer ein gebrauchtes E-Auto kauft, das mindestens ein Jahr alt ist, erhält 500 Euro, für einen E-Roller gibt es bis zu 300 Euro, für ein (E)Lastenrad bis zu 350 Euro und für ein Solarcarport 300 Euro. Auch die Installation solarthermischer und Solarstrom-Anlagen auf einem Bestandsgebäude, einer Brennstoffzellenheizung oder einer (Mini)PV-Anlage werden mit einem Zuschuss aus dem Rathaus gefördert. Wer den Außenbereich umgestaltet, kann sich über bis zu 500 Euro für eine Flächenentsiegelung ab 12 Quadratmeter, für die Umwandlung eines Schottergartens, eine Anlage zu Regenwassernutzung oder die Anpflanzung von mindestens drei Bäumen (Stammumfang ab 16 Zentimeter) freuen.

„Die Bürgerinnen und Bürger haben das Angebot, sich zukunftsfähig aufzustellen in den vergangenen Jahren intensiv genutzt“, freut sich Bürgermeister Marco Schwunk. „Das größte Interesse gilt nach wie vor den sogenannten Balkonkraftwerken, die einfach ans eigene Stromnetz angeschlossen werden“, erklärt Matthias Jung. „Der Anschaffungspreis amortisiert oft schon nach kurzer Zeit“, wirbt der der Umwelt- und Klimaschutzberater der Gemeinde Neunkirchen. Aber auch die übrigen Maßnahmen sind durchaus lohnenswert. So profitieren von den neuen Bäumen im heimischen Garten oder von der Umgestaltung eines Schottergartens in einen naturnahen Lebensraum nicht nur die zahlreichen Tiere: Der Mensch schafft sich damit ein Umfeld, das Klimaextremen trotzen und an dem er seine Augen weiden kann.

Der Zuschuss-Antrag für Klimaschutz und Klimaanpassung kann problemlos über das digitale Bürgerportal der Gemeindeverwaltung (portal.neunkirchen-siegerland.de – Bauen, Wohnen, Umwelt) gestellt werden. Umwelt- und Klimaschutzberater Matthias Jung weist darauf hin, dass die Förderung – entgegen ähnlicher Programme – erst im Nachgang, also nach dem Kauf bzw. der Umsetzung gestellt werden kann. Für Fragen steht er unter 02735 767-301 bzw. m.jung@neunkirchen-siegerland.de gern zur Verfügung.

Den Link zur Antragsstellung finden Sie auf der rechten Seite. Hier ist die Richtlinie zum Förderprogramm Klimaschutz und Klimaanpassung 2025 der Gemeinde Neunkirchen (Klimaförderprogramm) zum Download.

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