Neunkirchens "Projekt Zukunft"
Ministerin Ina Scharrenbach überreicht Zuwendungsbescheid
Mit dem Projekt „6 aus Neunkirchen – Wir machen Zukunft in der Hellergemeinde“, hat die Gemeindeverwaltung das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW überzeugt. Den Zuwendungsbescheid von mehr als 31.000 Euro konnten Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann und Sylvia Heinz, die Leiterin der Stabsstelle „Regionale Entwicklung“, jetzt aus den Händen von Ministerin Ina Scharrenbach entgegennehmen. Die Förderung stammt aus dem Programm „Heimat-Werkstatt“, bei dem – wie bei vielen Projekten in Neunkirchen – ein Schwerpunkt auf der Bürgerbeteiligung liegt.
„Unser Engagement hat sich ausgezahlt“, freuen sich Neunkirchens Verwaltungschef Dr. Bernhard Baumann und Sylvia Heinz, die sich u. a. der Wirtschaftsförderung der Gemeinde verschrieben hat, nach dem Besuch in Düsseldorf. Die Hellergemeinde zukunftsfähig aufzustellen, wird von der Landesregierung unterstützt. „Mit Ideen aus den sechs Ortsteilen ist noch in diesem Jahr zu rechnen“, erklärt der Bürgermeister. Bewilligt wurden fünf so genannte Heimatwerkstätten sowie die Jugendkonferenz, mit der der Bürgerdialog am 6. September startet. „Die geplanten Kosten belaufen sich auf rund 39.000 Euro, mehr als 31.000 Euro davon wird das Land übernehmen“, informiert Sylvia Heinz.
Vor rund zehn Jahren war die Gemeindeverwaltung im Rahmen der Dorfgespräche erstmals in den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern eingestiegen. In den daraus entstandenen Projektgruppen konnten viele Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Sowohl beim Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept 2019 als auch beim kommunalen Mobilitätskonzept im vergangenen Jahr war die Resonanz aus der Bürgerschaft überwältigend. Für die Verwaltungsleitung der Impuls, erneut ein entsprechendes Projekt in Angriff zu nehmen.
Die Maßnahme „6 aus Neunkirchen“ zielt darauf ab, die lokale Geschichte und Tradition zu pflegen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt innerhalb der Kommunen zu stärken. „Das klappt am besten, wenn die Menschen, die vor Ort leben, mitgenommen werden. Schließlich geht es um deren Bedürfnisse und Wünsche“, weiß Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann. „Nur, wenn ich mich zu Hause fühle, kann ich auch Verantwortung übernehmen, mich solidarisch zeigen und helfe uneigennützig.“
Um Pluspunkte, aber auch Defizite der Gemeinde zu dokumentieren und diskutieren, sind zunächst Spaziergänge durch die einzelnen Ortsteile geplant. Dabei wird dem Aspekt „Heimat“ eine große Bedeutung zugemessen. Nicht weniger wichtig ist das Ehrenamt. „Es zu stärken und Menschen zu gewinnen, die sich engagieren ist eine ganz wichtige Voraussetzung für das soziale Miteinander“, betont Baumann.
Schließlich sollen auch die Maßnahmen, die 2017 im Rahmen des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) als zukunftsweisend festgelegt wurden, in die Aktivwerkstätten einfließen. „Eine gute Infrastruktur, abwechslungsreiche Sport-, Kultur- und Freizeitangebote, ein breit aufgestellter Einzelhandel und ein positives Miteinander in den Ortsteilen bedingen, dass die Menschen auch weiterhin gern in Neunkirchen leben“, so Sylvia Heinz, die die Dorfgespräche seitens des Kreises schon 2012 mitorganisiert hatte.
Fachlich begleitet werden die Aktivwerkstätten seitens der Gemeinde und des Büros Loth-Städtebau, das bereits beim INSEK den Zuschlag der Gemeinde erhalten hatte. Eine Besonderheit ist die Aufarbeitung und Darstellung der Ergebnisse: Mit einer künstlerischen Visualisierungstechnik sollen sie nach den Ortsteilveranstaltungen öffentlichkeitswirksam präsentiert und einer breiten Bevölkerungsgruppe zugänglich gemacht werden.
Los geht’s am 6. September mit der Jugendkonferenz. Bis Ende des Jahres sollen die Gespräche in den Ortsteilen folgen. „Wenn alles gut läuft, können wir die Heimatwerkstätten in Präsenz durchführen“, hofft Dr. Bernhard Baumann. Alternativ kann sich die Gemeindeverwaltung jedoch auch ein „digitales Miteinander via Video-Konferenz“ vorstellen. „Ich persönlich freue mich sehr auf den Auftakt durch die Jugendkonferenz“, verrät Baumann „auch deren Ergebnisse werden in Form eines Kunstwerks umgesetzt.“ Geplant sei ein Graffiti zum Thema „Heimat“, erfährt man aus dem Rathaus. „Und das ist nur der Anfang“, freut sich Sylvia Heinz auf die nächsten Monate und „auf die Ergebnisse, die hoffentlich schon bald im Sinne der Neunkirchener Bürger:innen umgesetzt werden können.“