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Datum: 19.03.2021

Sicherheit für Schulkinder erhöhen

Die Südsiegerländer Kommunen Neunkirchen und Burbach machen sich auf den Weg!

Die Sicherheit für Kinder auf dem Weg zur Schule erhöhen, auf das Elterntaxi verzichten und wieder mehr zu Fuß gehen oder mit dem Rad zur Schule: Das sind die Ziele, die die Gemeinden Neunkirchen und Burbach bei der aktuellen Einführung eines Schulischen Mobilitätsmanagements im Blick haben.

Jeden Morgen bietet sich an fast allen Schulen das gleiche Bild: Eltern, die ihre Kinder bis vor den Eingang der Schule bringen. Dort wird dann angehalten, manchmal sogar noch der Kofferraum geöffnet, um den Rucksack herauszufischen. Dahinter bildet sich ein langer Stau! Es handelt sich um Elterntaxis, die ihre Kinder zur Schule bringen wollen.

Dafür kann es gute Gründe geben, das ist klar. Wichtig ist, dass die nötigen Verkehre zu den Schulen sicher und effizient gestaltet werden. Und dennoch gibt es beim Hol- und Bringeverkehr zahlreiche Probleme und viele davon sind mit einer erhöhten Unfallgefahr verbunden.

Hier möchten die beiden Verwaltungen ansetzen und haben das Büro Bueffee (Büro für Forschung, Entwicklung und Evaluation) aus Wuppertal beauftragt, die Situation an allen Schulen in den beiden Gemeinden zu untersuchen. Vorgeschaltet werden alle Eltern der Grundschulen und allen Schülern der weiterführenden Schulen zur ihrem aktuellen Mobilitätsverhalten befragt. Danach wird sich das Planungsbüro die Situation vor Ort ansehen, um dann mit Lehrern, Eltern und der Verwaltung mögliche Lösungen zu erarbeiten.

Diese reichen beispielsweise von der Überprüfung der Schulwege, über Lehrerfortbildungen, bis zur Einführung des so genannten Verkehrszähmerprogramms und zur Einrichtung von Hol- und Bringezonen für Eltern. Hierbei handelt es sich um extra eingerichtete Zonen, an denen Eltern ihre Kinder in einiger Entfernung zur Schule sicher abholen und bringen können. Diese Haltestellen werden mit und von Schülern ausgestattet, um die Akzeptanz zu steigern.

Die Gemeinden Neunkirchen und Burbach haben im vergangenen Jahr einen Förderantrag beim Land NRW gestellt. Nachdem die Bewilligung eingegangen war, haben die beiden Verwaltungen lange gezögert, auf die Schulen zuzugehen, da diese aufgrund der Corona-Pandemie mit der Bewältigung der aktuellen Situation genug zu tun hatten.

Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann dazu: „In Neunkirchen bauen wir in den nächsten Jahren eine neue Schullandschaft auf dem Rassberg auf. Die beiden Grundschulen Struthütten und Neunkirchen werden voraussichtlich im Jahr 2022 in die Kopernikusschule auf den Rassberg ziehen. Daher werden wir nun direkt den neuen Standort untersuchen lassen. Wir erhoffen uns dadurch, uns bereits im Vorfeld auf die neue Situation entsprechend einrichten zu können.“

„Die Sicherheit der Schulkinder steht für uns an oberster Stelle. Die Eltern sollen sicher sein, dass ihre Kinder ohne großen Gefahren zur Schule kommen können. Daher freuen wir uns auf die Ergebnisse der Untersuchung und sind gespannt welche Konzepte wir umsetzten können“, ergänzt Bürgermeister Christoph Ewers.

Gestartet ist das Programm mit einer Videokonferenz, an der neben den Lehrern, Eltern- und Schülervertretern der betroffenen Schulen, auch der Kreis Siegen-Wittgenstein, die Polizei, anliegende Kindergärten, die Bürgermeister und zuständigen Mitarbeiter der Verwaltung, Vertreter aus der Politik und auch das Zukunftsnetz Mobilität NRW teilgenommen haben.

In diesem ersten „Kick-off“ hat das beauftragte Planungsbüro neben der Sensibilisierung auf das Thema auch viele Probleme aus anderen bereits durchgeführten Projekten aufgezeigt, die sich in den Südsiegerländer Kommunen ähnlich darstellen.

„Wenn‘s gut werden soll, beginnt man mit den Kindern. Und wenn zwei Nachbarn wie Neunkirchen und Burbach gut zusammenarbeiten und über die Gemeindegrenzen hinweg die Mobilität von Kindern und Schülern verbessern wollen, dann wird nicht nur das Elterntaxi-Problem gelöst, sondern auch die Lebensqualität Aller verbessert", da ist sich Bueffee-Geschäftsführer Jens Leven sicher.

Die Vertreter der Schulen begrüßten die Initiative der Kommunen zur Durchführung des Projekts. Allen ist klar: Die verkehrliche Situation kann nur besser werden, wenn alle gemeinsam daran arbeiten. Ziel ist es, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer auf dem Weg zur Schule und nach Hause zu verbessern!

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