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Datum: 03.07.2024

"Denken Sie neu"

Futurologe Max Thinius zu Gast beim Sommerempfang

Zum diesjährigen Wirtschaftsempfang konnte Bürgermeister Marco Schwunk mehr als 80 gesellschaftlich relevante Akteurinnen und Akteure im Otto-Reiffenrath-Haus begrüßen. Als Redner war der Futurologe Max Thinius eingeladen worden. Trotz eines aktuell als eher negativ wahrzunehmenden Stimmungsbilds in der Bevölkerung, warf er einen positiven Blick in die Zukunft – auch auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde Neunkirchen.

„Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen ist, sie selbst zu gestalten.“ Bürgermeister Marco Schwunk bediente sich in seinem Grußwort dieses wegweisenden Zitats von Abraham Lincoln. Und auch Max Thinius gab den Anwesenden zu verstehen, dass das eigene Handeln und ein neuer Blick auf die Dinge die entscheidenden Stellschrauben seien, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.

„Wir sollten uns nicht verrückt machen und lassen und jedem Trend folgen. Wir sollten uns vielmehr fragen: Was will ich? Und was brauche ich dafür? Und dann sollten wir uns die neuen Technologien zunutze machen“, so der Futurologe. Das gelte auch für die „Künstliche Intelligenz“. „KI muss kein Schreckgespenst sein“, setzte Max Thinius einer weit verbreiteten pessimistischen Grundhaltung entgegen. Man solle sich ihrer dort bedienen, wo sie Vorteile bringe.
Schon kleine Veränderungen könnten neue Perspektiven eröffnen. Dabei solle die „Digitalität“, also eine in die Gesellschaft integrierte Digitalisierung, angenommen und genutzt werden. Er ist zuversichtlich, dass sich die sukzessive Entwicklung polyzentraler Strukturen auf alle Lebensbereiche auswirkt und Lösungen für die Region bringt. Schließlich hatte Max Thinius einen Rat, der auch seinen Grundgedanken eines positiven Miteinanders stärken kann: Statt „Wie kann ich meine Region zukunftsfähiger machen“ sollte man vielmehr fragen „Wie kann ich mit meiner Region die Zukunft anderer positiv gestalten?“

Inspiriert nutzten die Besucherinnen und Besucher anschließend die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und die neuen Eindrücke zu diskutieren. Die passende Musik dazu lieferten Jonas Brannath (Gesang, Gitarre) und Felix Graf (Cajon). Dem Leiter des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, Dietmar Schäffer, machte Max Thinius schließlich noch ein interessantes Angebot. Er bat ihn die Zukunftsfragen der Schülerinnen und Schüler zu sammeln und versprach, diese allesamt zu beantworten. Die Zukunft aus Sicht der Kinder und Jugendlichen – dies verspricht zweifellos eine weitere spannende Perspektive.

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